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Kinder lernen Wald kennen

Pädagogik Kinder lernen Wald kennen

Für die "Wackelzahnkinder" der integrativen Kindertagesstätte "Weißer Stein" ist die Waldzeit eine ganz besonders aufregende Zeit.

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Zur Abwechslung hatte Förster Alexander Wolf für die Kinder ein „Tannenzapfen-Zielwerfen“ im Wald aufgebaut. Foto: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Für einige Wochen hatte sich der Alltag für die dreizehn Vorschulkinder der integrativen Kindertagesstätte „Weißer Stein“ verändert. Anstatt in den Kindergarten werden die Kinder jeden Morgen von ihren Eltern an die Schlosserteiche gebracht.

Die Schlosserteiche liegen in einem Wald- und Wiesengebiet zwischen Stadtallendorf und Niederklein. Dort betreuten die Erzieherinnen Martina Schrader, Susann Olbricht und Madlene Abbassian die Kinder. Eine Holzhütte bot Unterschlupf bei widrigen Wetterverhältnissen. „Die Kinder lernen in dieser Zeit den Umgang mit der Natur und sehen wie sich diese verändert, sie machen verschiedene Wettererfahrungen und lernen, wie man sich im Wald richtig verhält“, beschrieb Martina Schrader die Ziele der Waldzeit.

Auch ohne die gewohnten Spielmaterialien biete der Wald abwechslungsreiche neue Spielmöglichkeiten aus der Natur. „Sich gegenseitig zu helfen wird noch einmal ganz anders erlernt“, betonte Schrader. Bis nachmittags gegen 15 Uhr blieben die Kinder in dieser Zeit im Wald. Ein besonderer Höhepunkt der Waldzeit ist der Besuch von Revierförster Alexander Wolf vom Forstamt Kirchhain. „Was darf man im Wald machen und was nicht?“, wollte er von den Kindern wissen. Lion, Serat, Muhammed, Tristan und Ediz kannten die Antworten genau. „Feuer machen darf man nicht, spazieren gehen darf man“, rufen die sechsjährigen Wackelzahn-Vorschulkinder im Chor. Spielerisch brachte Alexander Wolf den Kindern im Verlauf seines Besuches den Wald näher, erläuterte das Aussehen von Nadelbäumen und erklärt den Unterschied zu Laubbäumen. Zwischendurch baute er aus Ästen und Zweigen ein Tannenzapfen-Zielwerfen auf. „Was macht ihr, wenn ihr ein kleines Wildschwein seht, nehmt ihr das in den Arm?“, fragte er und wies gleich darauf hin wie gefährlich das sein kann. „Das Muttertier kann immer in der Nähe sein“, warnte er.

von Karin Waldhüter

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