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Kinder helfen wieder Kindern

Peru-Projekt Kinder helfen wieder Kindern

Eine Woche lang engagierten sich die Schüler der Martin-von-Tours-Schule für hilfsbedürftige Kinder in Peru.

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Mit den Einnahmen aus dem abschließenden Flohmarkt auf dem Hof der Waldschule unterstützen die Schüler Kinder in Peru. Foto: Karin Waldhüter

Neustadt. Als Teil der alljährlich vor den Herbstferien stattfindenden Erntedankwoche stand an der Martin-von-Tours- Schule die Hilfe für das Westfalia -Kinderdorf Cienguilla in Lima/Peru im Vordergrund. Eine Woche lang verkauften die Schüler der Klassen eins bis sechs in den Pausen Kuchen, Brötchen und Getränke und veranstalteten zum Abschluss auf dem Schulhof der Waldschule einen großen Flohmarkt. Empathie für die Kinder im Kinderdorf in Peru bewies auch Schülerin Angelika aus der vierten Klasse. „Es ist mir nicht leicht gefallen, mich von den Sachen zu trennen, aber für die Kinder in Peru habe ich das gemacht“, berichtet sie.

„Man spürt die Begeisterung, mit der die Schüler dabei sind, sie wollen ihre Sachen verkaufen und gleichzeitig Gutes tun“, berichtet Helene Rausch, Sprecherin des Fachbereichs Religion, der sich federführend um die Organisation kümmert. Jedes Jahr kommt durch den großen Einsatz der Kinder zwischen 1000 und 1500 Euro für das Kinderdorf in Peru zusammen. Bei der Erntedankwoche waren auch in diesem Jahr wieder Liselotte Schrader-Woyke mit ihrem Mann und ihrem Vater an die Schule gekommen: Sie arbeiten seit vielen Jahren im Westfalia Kinderdorf in Lima und freuen sich jedes Jahr über das Engagement der Schüler. Aus erster Hand erfuhren die Schüler der fünften und sechsten Klassen in einem beeindruckenden Bildervortrag, wie die Arbeit im Kinderdorf in Lima aussieht und wie ander der Alltag von Straßenkindern in Peru ist. Die Woykes erzählten aber auch von Kindern, die sehr erfolgreich die Schule besuchen, studieren und nun außerhalb des Dorfes im Leben Fuß gefasst haben. Schrader-Woyke stellte dar, wie Kinder von Banden aufgegriffen und zu Arbeiten in Ziegeleien und auf Coca-Plantagen gezwungen werden.

Am Freitag bildete der Flohmarkt, der von vielen Eltern, Großeltern und anderen Angehörigen besucht wurde, den abschließenden Höhepunkt der Woche. Neben den Ständen der Schüler verkaufte Helene Rausch original peruanische Web- und Handarbeiten. Außerdem gab es musikalische Beiträge von Schülern unter der Leitung von Inge Weiss, Juliane Schauer und Christiane Krapp Im „Cafe‘“ verwöhnte Ursula Hett die Gäste derweil mit frischem Kaffee und Kuchen. „Der gesamte Erlös kommt dem Kinderdorf zugute“, unterstrich Helene Rausch.

Auch in diesem Jahr hoffen die Organisatoren wieder auf einen ansehnlichen Betrag für das Westfalia-Kinderdorf in Lima.

von Karin Waldhüter

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