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Kinder helfen Kindern in Not

Spendenaktion Kinder helfen Kindern in Not

Kinder der Martin-von-Tours-Schule verkauften eine Woche lang Kuchen und Brötchen sowie Spielsachen bei einem Flohmarkt, um armen Kindern in Peru zu helfen.

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Beim Flohmarkt zum Abschluss der Projektwoche kauften und verkauften die Kinder für den guten Zweck. Foto: Klaus Böttcher

Neustadt. Am letzten Schultag vor den Herbstferien wird an der Waldschule traditionell ein Flohmarkt veranstaltet. Eltern und andere Besucher sind dabei willkommen. Die Gäste werden mit Kaffee und Kuchen bewirtet und durch Gesang und Tanz unterhalten. Die Einnahmen davon werden ebenso gespendet wie der komplette Erlös des Flohmarktes und der Gewinn des Brötchen- und Kuchenverkaufs während der Woche.

Trotz regnerischem Herbstwetter war am Freitag allerhand los auf dem Schulhof der Waldschule. Die Überdachung des langgezogenen Gebäudes bot ausreichend Platz für die Flohmarktstände. „Ich habe einen Spiderman gekauft“, erzählte Heiko aus der Klasse 2c freudestrahlend und seine Klassenkameradin Tabea zeigte eine Puppe: „Der König ist ein Löwe“, sagt sie und verriet, dass sie zwei Euro dafür gezahlt hat. Taylor aus der gleichen Klasse hat nicht nur gekauft, sondern auch verkauft: „Ich habe Karten aus einer großen Dose verkauft“, erklärt er und weiß wie die anderen Kinder: „Wir haben das verkauft für die armen Kinder in Peru.“ Der Fachbereich Religion der Schule organisierte die vorangegangene Projektwoche zugunsten armer Kinder in Peru federführend. Im vergangenen Jahr war es gelungen, ein Ersatzelternpaar aus dem Westfalia-Kinderdorf Cienguilla in Lima/Peru nach Neustadt zu holen. Das Ehepaar Woyke hatte den Schülern anschaulich und hautnah von den Kindern und dem Leben im Dorf erzählt.

In dem peruanischen Kinderdorf leben etwa 100 Kinder im Alter von 2 bis 18 Jahren in 8 Familienhäusern. Die Woykes sind eines der acht Ersatzelternpaare. „Ihre“ Kinder wurden oftmals bettelnd in den Straßen von Lima aufgegriffen, sind elternlos. Die Ersatzeltern, Psychologen und weitere Betreuer kümmern sich liebevoll um die Kinder. Das Dorf verfügt über Schule, Kindergarten, Schreinerei, Schlosserei oder Schusterwerkstatt. Es gibt eine Dorfbäckerei. Diese und der Gemüsegarten stellen die Selbstversorgung sicher.

von Klaus Böttcher

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