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Kinder hängen fröhlich am Trapez

Ganztagsangebot Kinder hängen fröhlich am Trapez

Die breite Mehrheit der Schüler hat das neue Ganztagsangebot an der Grundschule II in Stadtallendorf bereits schätzen gelernt, wie eine Umfrage ergab.

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Ein Kind turnt während der Präsentation mit einem roten Tuch in der Luft. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Bunt kostümiert präsentierten kleine Clowns die Geschichte von Rollmops und Hering und einem genervten Zirkusdirektor. Wenige Minuten später zeigten die jüngsten Mitglieder des preisgekrönten Projektes „Traumfänger“, was sie in nur wenigen Monaten an akrobatischen Fähigkeiten gelernt haben - sei es am Trapez oder auf der Matte. Lehrer Gerhard Bitterwolf ist rundherum zufrieden mit dem „Traumfänger“-Nachwuchs, der sich aus dem Ganztagsangebot der Grundschule II (Süd- und Waldschule) heraus ergeben hat. Rund 100 Augenpaare verfolgten die kleinen Showbeiträge in der Turnhalle der Südschule. Auf spielerische Art und Weise und sehr plastisch erfuhren Eltern mehr darüber, was während der Stunden des Ganztagsangebotes der Grundschule II unter anderem so alles passiert. Das freiwillige Ganztagsangebot existiert seit genau einem Halbjahr. Es richtet sich an die Schüler der dritten und vierten Klasse. Bewegung ist ein wichtiger Bestandteil. Die Hausaufgabenbetreuung gehört aber genauso dazu wie Kurse in Schach, türkischer Sprache oder die Ausbildung zum Juniorhelfer. Das freiwillige Angebot kommt an: 151 von 165 Schülern nutzen es. Das ist ein Anteil von 91,5 Prozent.

Schulleiterin Elfriede Wollmer ist mit diesem Ergebnis natürlich hochzufrieden. Lehrerkollegium und Schulleitung sehen das Ganztagsangebot als eine Möglichkeit, die zusätzlichen Aufgaben, die Schule wahrnehmen muss, auch zu bewältigen.

Die Grundschule II hatte die Einrichtung bereits im Jahr 2006 beantragt. Bis zur Genehmigung dauerte es dann mehrere Jahre. Für das Ganztagsangebot bekam die Schule formell eine zusätzliche Lehrerstelle genehmigt. Sie schlägt zur Hälfte mit zusätzlichen Lehrerstunden zu Buche. Der andere Teil macht sich in zusätzlich bereitstehenden Geldern bemerkbar.

Vereine wie der TSV Eintracht Stadtallendorf engagieren sich bei den verschiedenen Arbeitsgemeinschaften und machen viele Angebote auf diese Weise erst möglich. „Bewegungsangebote sind bei den Kindern natürlich der Renner“, sagt Wollmer im Gespräch mit der OP. Fußball steht auf der Wunschliste meist an erster Stelle, auch bei vielen Mädchen. Es geht um soziales Lernen, aber auch darum, den Kindern Anstöße dafür zu geben, wie sie ihre Freizeit gestalten können. Viele Kinder kommen durch die Teilnahme an verschiedenen AGs auch erstmals mit Vereinen in direkten Kontakt.

Damit wäre das realisiert, was sich die Grundschule II bei der Planung erhofft hat: die Förderung von Gesundheit und ein Beitrag zu sozialem Lernen. Es geht aber auch um Bildung, um die Förderung der Konzentration wie auch die Förderung des Forscherdranges.

Die Schule habe im Vorfeld viel Arbeit in das Projekt Ganztagsangebot gesteckt. „Jetzt sind wir alle sehr stolz auf das, was wir erreicht haben“, sagt Wollmer.

von Michael Rinde

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