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Kinder genießen besonderen Abend

Martinsmarkt Amöneburg Kinder genießen besonderen Abend

In diesem Jahr stand der Amöneburger Martinsmarkt ganz im Zeichen des Geburtstages des Stadtpatrons St. Martin. Den Auftakt bildete der Umzug von der Stiftskirche zum Marktplatz.

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Linkes Bild: Die beiden Elfjährigen Rieke Schönwandt (links) und Clara Roesler verkauften an ihrem Stand Selbstgebasteltes für einen guten Zweck. Beim Markt verteilten Ortsvorsteher Sefa Elmaci (rechts) und Andreas Möller-Forst die Zuckerbrezeln an die Kinder.

Quelle: Karin Waldhüter

Amöneburg. Als Stadtpatron hat St. Martin in Amöneburg eine besondere Bedeutung. Seit 1971 steht er als Figur auf dem Marktbrunnen und ziert daneben noch das handgefertigte Stadtwappen des gegenüberliegenden Rathauses.

Traditionell wird in Amöneburg der Martinsmarkt immer am Vorabend des Martinstages mit einer Andacht in der Stiftskirche, einem Martinsumzug und einem gemütlichen Beisammensein auf dem Marktplatz gefeiert. Hunderte kleine und große Besucher waren mit ihren leuchtenden Laternen beim großen St. Martinsumzug dabei. Angeführt wurde der beeindruckende Zug, der sich wie ein Lichtermeer durch die Altstadt schlängelte, von einem ebenso beeindruckenden Tier. „Sternchen“ meisterte seinen Einsatz als St. Martins-Pferd mit Bravour und trug Reiterin Hannah Biecker in Gestalt des Sankt Martins sicher durch die Stadt. Die Musikkapelle der Kolping­familie begleitete den Zug .

Brezeln, Selbstgebasteltes, Punsch und Karussell

Für die Sicherheit sorgte die Freiwillige Feuerwehr, die ein besonders Auge auf die vielen Fackelträger hatte. Begonnen hatte die Veranstaltung in der gut gefüllten Stiftskirche mit einer Andacht. Für die Martinsgeschichte lud Pfarrer Marcus Vogler alle Kinder ein, ganz weit nach vorne zu kommen. Die Kinderchorgemeinschaft Amöneburg/Rüdigheim, unter der Leitung von Christine Ehrlich und Dr. Paul Lang und die Leiterin der katholischen Kindertagesstätte Amöneburg Brigitte Kohl, sangen und erzählten die Martinsgeschichte, die an den barmherzigen Heiligen erinnert, der einst ohne zu Zögern seinen Mantel zerteilt hatte und so zum Sinnbild der Menschlichkeit wurde.

Am Parkplatz „Ritterstraße“ und am „Lindauer Tor“ machte der Zug Station, um Martinslieder zu singen, bevor alle gemeinsam den Marktplatz erreichten, wo schon der Martinsmarkt wartete. Veranstalter waren wieder die Stadt Amöneburg und die Vereinsgemeinschaft. In Amöneburg gehören zum Martinsmarkt auch süße Zuckerbrezeln, die die Stadt als ein Symbol für das Teilen verteilen lässt. Rund 250 Zuckerbrezeln reichten Ortsvorsteher Sefa Elmaci, Reinhard Franke und Andreas Möller-Forst an die Kinder weiter. Dafür, dass alle Kinder kostenlos ihre Runden auf dem leuchtenden Karussell drehen konnten, hatte die Vereinsgemeinschaft gesorgt. Die Metzgerei Weber hatte einen Bratwurststand aufgebaut. Am Stand des Gesangvereins „Tafelrunde“ gab es Schmalzbrote und Punsch.

Geben ohne Nehmen zu wollen

Rieke Schönwandt und Clara Roesler präsentierten Selbstgebasteltes, das sie für den guten Zweck verkauften. Für ihren Einsatz erhielten die beiden Elfjährigen viel Lob. Der Erlös aus dem Verkauf war für den Arbeitskreis Asyl Amöneburg bestimmt. Ein hell erleuchtetes und vorweihnachtlich geschmücktes Schaufenster wies auf „Schickes und Schönes“ hin. Im Frühjahr wird das Geschäft, das bisher gegenüber angesiedelt ist, hier mit einem integrierten Café eröffnen. Bürgermeister Michael Plettenberg und Herbert Fischer, Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft, begrüßten auf dem Marktplatz die Besucher.

Das Stadtoberhaupt erinnerte an das besondere Jubiläum und die Mantelteilung. Geben ohne Nehmen zu wollen falle in der heutigen Zeit doch schwer. Jeder wolle für sich selbst immer eine möglichst positive Bilanz ziehen. Plettenberg rief dazu auf, Kindern ein Vorbild zu sein und auch an die Menschen zu denken, denen es schlechter gehe, die unter Armut und Krankheit litten und unter Gewalt und Naturkatastrophen.

von Karin Waldhüter

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