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Kinder ernten Äpfel und bauen Drachen

Ferienspiele Kinder ernten Äpfel und bauen Drachen

Eine überaus zufriedenstellende Bilanz zog Stadtallendorfs Stadtjugendpfleger Walter Mengel zum Verlauf des Herbstferienprogramms.

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Konzentriert arbeitet die neunjährige Selina an ihrem Drachen. Dazu wurden die Bilder der Kinder auf einen Drachen projiziert, die dann ab- und ausgemalt werden konnten.Foto: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. „Ausgebucht! Mit einem solchen Ansturm hatten wir nicht gerechnet“, fasst Stadtjugendpfleger Walter Mengel die Resonanz auf das Herbstferienprogramm zusammen. Das Interesse an den verschiedenen Angeboten sei so groß gewesen, dass man vielen Kindern und Jugendlichen sogar hätte absagen müssen.

Insgesamt nahmen rund 350 Kinder und Jugendliche im Alter ab 8 Jahren an dem abwechslungsreichen und 21 Angebote umfassenden Programm teil und waren mit Begeisterung bei der Sache. „In diesem Jahr wollten wir etwas machen, was in der Region und zu dieser Zeit üblich ist und was viele Kinder so gar nicht mehr kennen“, erklärt Mengel. Und damit trafen die Organisatoren genau den Geschmack der jungen Teilnehmer. Gleich am ersten Tag kamen vierzig Kinder zu der Wanderung mit Apfelernte und sammelten zehn Säcke voller Äpfel. Am nächsten Tag waren 35 Kinder dabei die Äpfel zu 200 Liter Apfelsaft zu verarbeiten, den die Kinder dann mit nach Hause nehmen durften.

Überwiegend fanden die Angebote für Jugendliche in den Ortsteilen statt, wobei die Jugendclubs und die Jugendfeuerwehren mit eingebunden waren. Die Kinderangebote wurden zentral im Jugendzentrum veranstaltet. Gemeinsam mit Ute Grigoleit von der Stadtjugendpflege und dem Verein zur Förderung der Inklusion behinderter Menschen (fib) besuchten am nächsten Tag die jüngeren Kinder das Schloss Freudenberg in Wiesbaden.

Neben dem Töpfern von Apfelbrätern und Kartoffelöfen, Kartoffelfeuern am Waldrand, Kinobesuchen mit Jugendlichen der Jugendclubs aus Wolferode und Erksdorf oder einem Billardturnier für alle Altersgruppen, bot DJ Dacjan Richert (nebenamtlicher Mitarbeiter) gleich mehrfach einen Workshop im Tonstudio des Jugendzentrums an. Streetworker Andreas Schumacher besuchte mit Jugendlichen die Kesselschmiede in Kassel zum Indoorskaten, war zum Eislaufen mit den Jugendlichen unterwegs und besuchte ein Eishockeyspiel der Kassel Huskies und das Bundesligaspiel Frankfurt gegen Nürnberg. „Für eine echte Überraschung sorgte der Spieleabend - es war gnadenlos voll“, freute sich Mengel. Martin Wehnert von der Spielebrücke Marburg hatte im Cafe Babylon neue Brettspiele vorgestellt. Sportlich ging es beim FIFA 14 Turnier zu. „Im Jugendzentrum herrschte ein Stimmung wie während eines Bundesligaspiels im Stadion“, erinnert sich Mengel. 30 Kinder sind beim Besuch der OP im Jugendzentrum damit beschäftigt einen ganz persönlichen Drachen zu bauen. Drachenbauer Helmut Paldian zeigte den Kindern wie man in 10 Minuten einen flugfähigen Drachen aus einem einfachen Müllbeutel bauen kann. Unter anderem gehörten auch eine Tagesfahrt nach Weilburg mit Besuch der Tropfsteinhöhle, das „schaurig schöne Kürbis- oder Dickwurzmännchenschnitzen“, eine ultimative Halloweenparty der Mädchengruppe des Jugendzentrums und eine Tagesfahrt in den Freizeitpark Phantasialand auf dem Programm.

„Es war traumhaft und hat viel Spaß gemacht“, fasst Mengel zusammen, der sich über die Unterstützung, auch durch die nebenamtlichen Mitarbeiter freute.

von Karin Waldhüter

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