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Kinder erforschen das Element Wasser

Forscher Kinder erforschen das Element Wasser

Das Interesse an naturwissenschaftlichen Phänomenen zu wecken, zeichnete den "Wasser-Forschertag" an der St.-Martin-Schule aus. 82 Schüler und Vorschüler beobachteten, forschten und suchten nach Erklärungen.

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Astrid Wichert (rechts) sprach mit den Kindern darüber, warum ein Spiegel beschlägt. Fotos: Karin Waldhüter

Mardorf. „Cool“, sagt der siebenjährige Adrian und lässt das Wasserglas nicht aus den Augen, das jeden Moment überzulaufen droht. Vielleicht eine größere Münze? Ja, aber dann müsste es doch endlich überlaufen, überlegen Julia, Louisa, Jonah Elia und Svenja und beobachten gebannt den beständig weiter steigenden Wasserpegel im Glas.

An der nächsten Forscherstation weiß Constantin schon genau, worum es geht. „Wir wollen gucken, ob etwas schwimmt oder sinkt“, erklärt er. „Die Schraube allein geht nicht unter, wenn man sie in die Schachtel legt“, ist Johanna überzeugt. „Aber bestimmt, wenn du noch einen Löffel dazulegst“, ruft ein anderer Schüler.

An der nächsten Forscherstation hat Elisabeth Schäfer, die Leiterin der St.-Martin-Schule, eine weitere Gruppe Schüler um sich geschart. Zur Einstimmung erzählt sie die Geschichte von Gustav Gustavson. Immer dann, wenn ein Lied erklingt, heißt es für die Schüler, an die nächste Station zu wechseln.

Bei so viel Forscherdrang darf natürlich auch das Frühstück nicht zu kurz kommen, das alle Schüler gemeinsam einnehmen. An diesem Morgen steht an der St.-Martin-Schule nicht Schreiben und Lesen auf dem Stundenplan, sondern Beobachten und Forschen. In verschiedene Gruppen eingeteilt, durchlaufen die Kinder insgesamt fünf Forscherstationen und gehen dabei vielen Fragen nach, zum Beispiel: „Wie verhält sich Wasser als Eisblock?“ oder „Was passiert beim Kochen von Wasser?“ An einer anderen Station wird die Löslichkeit von verschiedenen Stoffen wie Zucker, Salz und Gips in Wasser getestet.

Am Wasser-Forschertag nahmen die Erstklässler der St.-Martin-Schule Mardorf und der Grundschule Schweinsberg teil. Gekommen waren auch die Vorschulkinder aus der St.-Hubertus-Kindertagesstätte Mardorf, der Kita Roßdorf und der Kita „Sternenzelt“ Schweinsberg mit ihren Erzieherinnen und Lehrerinnen. Einige Eltern leisteten Unterstützung und halfen bei den Experimenten. „Wir wollen mit dem heutigen Tag das Thema Experimentieren an die Kinder heranbringen“, erläutert Schäfer. Daneben sei ein weiteres wichtiges Ziel, die Einrichtung zu öffnen, um den Vorschulkindern zu ermöglichen, Schüler, Lehrer und Schule kennenzulernen.

Die Kitas Roßdorf, Mardorf und Schweinsberg sowie die Grundschulen in Schweinsberg und Mardorf bilden seit einigen Jahren ein erfolgreiches BEP-Tandem (Bildungs- und Erziehungsplan). „Als Quindem sind wir untereinander vernetzt und arbeiten in vielen Bereichen zusammen“, erläutert Schäfer. Neben vielen anderen gemeinsamen Aktionen und Fortbildungen in den vergangenen Jahren ist ein Schwerpunkt in der Zusammenarbeit die gemeinsame Fortbildung in den Mint-Fächern, mit den Schwerpunkten zu Wasser und Luft bei der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. „Mint“ ist eine zusammenfassende Bezeichnung von Fächern aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Der Wasser-Forschertag ist ein wichtiger Beitrag zur frühkindlichen Bildung, an dem die Schüler viel gelernt haben.

„Ich weiß jetzt, dass beim Abkühlen von Rauch kleine Wassertröpfchen im Glas entstehen,“ erzählt Adrian. „Der Forscher Tag ist richtig gut, weil es hier so coole Experimente gibt“, sagt er hastig, denn das nächste Experiment wartet schon auf den Schweinsberger Schüler.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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