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Kinder dürfen über Schulnamen entscheiden

Grundschule Schweinsberg Kinder dürfen über Schulnamen entscheiden

Eine Tante aus Marokko, acht Spielstationen und 58 hellauf begeisterte Grundschüler waren Teil eines großen Festes im Bürgerhaus Schweinsberg.

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Eine Attraktion beim Frühlingsfest in Schweinsberg war das Blumentopfbasteln. Foto: Karin Waldhüter

Schweinsberg. Endlich war es wieder so weit - obwohl es in diesem Jahr im Vorfeld des „Frühlingserwachens“ keine spezielle Projektwoche gab, hatte doch jede Klasse für sich im Unterricht die Besonderheiten des Frühlings im Vorfeld kennengelernt.

Trotz Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen von über 20 Grad hatte man sich entschieden, das Fest aufgrund der vielen und nur für den Innenraum geeigneten Spielstationen im Bürgerhaus zu veranstalten.

Zu Beginn der Feier, die Schulleiterin Sabine Bartels eröffnete, hießen alle Grundschulkinder den Frühling mit einem Lied willkommen. Mit Begeisterung begleiteten die Schüler der vierten Klasse mit ihren Flöten das Kuckuckslied. Der „Chor der singenden Mädels“ aus der ersten und zweiten Klasse besang unter der Leitung von Praktikantin Doro Idahor die „Tante aus Marokko“. Eltern, Großeltern und Geschwisterkinder freuten sich, die Schüler in Aktion zu sehen und applaudierten kräftig.

Danach folgte ein buntes und vielseitiges Programm. An acht Spielstationen wie zum Beispiel der „Fühlstation für Füße“, die mit geschlossenen Augen absolviert werden musste, dem Eierlauf, bei dem es um Schnelligkeit, aber auch Geschicklichkeit ging oder dem klassischen Sackhüpfen. Beim Ballwurf herrschte ausgelassene Spielfreude.

Bei der Gestaltung von Blumentöpfen, die österlich verziert und danach mit Stiefmütterchen bepflanzt wurden, war Genauigkeit beim Ausschneiden gefragt. Wer seine Malkünste und seine Kreativität testen wollte, der konnte bei den „Montagsmalern“ in einem separaten Raum mitmachen. An allen Spielstationen, die von Eltern und Lehrern betreut wurden, gab es nach dem Absolvieren einen Stempel auf den Laufzettel.

Auch an die Hungrigen und Durstigen war gedacht. Ein großes, von den Eltern gespendetes Buffet sorgte schnell für Abhilfe. Die Tischtennisplatte, aufgebaut in einem Nebenraum, war ebenfalls gut von den Schülern frequentiert.

Zweite Tischtennisplatte und „Olli-Ball“ fehlen

Derzeit gebe es unter den Schülern, was Tischtennis beträfe, gerade besonders große Begeisterung, so Bartels. Eine zweite Tischtennisplatte sei einer der Wünsche der Schüler. Doch noch etwas steht auf dem Plan für die Zukunftskonferenz, wie Schulsprecherin Anna Seidel erklärt. Sie bildet gemeinsam mit Luca Bollner das Schulsprecherteam und ist mit ihren sieben Jahren die bisher jüngste Schulsprecherin der Grundschule. Neben der zweiten Tischtennisplatte wünschen sich die Schüler einen „guten Olli-Ball“, neuen Sand im Sandkasten und frisch gesätes Gras zwischen zwei Bäumen. „Da ist es immer so matschig“, verdeutlicht Anna. Zukünftig soll die Grundschule auch einen Namen erhalten. Dazu darf jede Klasse drei Vorschläge machen. Alle Schüler stimmen dann gemeinsam über den Namen ab und entscheiden, welcher Name es werden soll. Anschließend folgt ein Gespräch mit den Verantwortlichen beim Landkreis.

Als kleine Belohnung gab es nach dem Absolvieren der Spielstationen für jedes Kind ein Blumensamentütchen für den Frühling zum mit nach Hause nehmen.

von Karin Waldhüter

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