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Kinder dürfen länger bleiben

Grundschul-Betreuung Kinder dürfen länger bleiben

In den vergangenen ­Wochen hat die Stadt Amöneburg zwei Erzieherinnen gesucht und gefunden. Sie werden ab dem neuen Schuljahr ein längeres Grundschul-Betreuungsangebot ­ermöglichen.

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Für Grundschüler in Amöneburg, hier ein Themenfoto, gibt es ein erweitertes Betreuungsangebot. Archivfoto

Quelle: Hendrik Schmidt

Amöneburg. An den Grundschulen in Amöneburg und Mardorf gibt es ab Schuljahresbeginn ein längeres Betreuungsangebot, für das die Stadt verantwortlich zeichnet. Auf Wunsch von Eltern gibt es künftig an beiden Schulen auch von 15 bis 16.30 Uhr eine Betreuung. Außerdem wird in Amöneburg auch eine Betreuung vor Unterrichtsbeginn, also ab 7 Uhr, angeboten. Ob das in Mardorf ebenfalls passiert, wird sich in der nächsten Woche entscheiden. Insbesondere für das morgendliche Angebot sieht Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg breiten Bedarf, da es doch immer wieder vorkommt, dass Eltern ihre Kinder vor 7.30 Uhr an den Schulen abliefern müssen, um pünktlich bei der Arbeit zu sein. „Es ist wichtig, dass Kinder auch zu dieser Zeit schon eine Anlaufstelle haben und nicht auf dem Schulhof stehen müssen“, sagt Richter-Plettenberg.

In Amöneburgs Kernstadt existieren derzeit zwei Betreuungsangebote: an der Grundschule, bisher allein organisiert vom Landkreis und im benachbarten Kindergarten, organisiert von der katholischen Kirchengemeinde als Träger der Einrichtung. Das wird zunächst auch so bleiben, wie Amöneburgs Bürgermeister im Gespräch mit der OP erläutert. „Wir sind mit der Kirchengemeinde im Gespräch darüber, ob es Veränderungen in Zukunft geben wird“, erklärt der Verwaltungschef.

Mit den jetzigen Verbesserungen sieht Richter-Plettenberg die Stadt „dicht am Bedarf der Familien“. Um das erweiterte Betreuungsangebot zu ermöglichen, hat die Stadt Amöneburg zwei Erzieherinnen zum 1. September eingestellt.

Der Landkreis wird weiter sein bewährtes Betreuungsangebot an beiden Standorten anbieten. Es kostet Eltern monatlich kreisweit 78 Euro. Eltern, die die längeren Betreuungszeiten nutzen, zahlen laut Richter-Plettenberg dafür in Zukunft 20 Euro an die Stadt. Darüber haben Stadt und Landkreis eine Verwaltungsvereinbarung geschlossen. Beim Kreis habe die Stadt damit eine offene Tür eingerannt, zumal es ähnliche Betreuungsmodelle bereits in anderen Kommunen gibt und sie sich dort bewährt haben. Richter-Plettenberg und Amöneburgs Magistrat haben dabei nicht nur die Elternwünsche im Sinn. Es geht auch darum, das Betreuungsangebot in Amöneburg langfristig zu sichern. Um die Änderungen zu ermöglichen, hat der Kreis als Schulträger Umbauarbeiten an der Grundschule Amöneburg vorgenommen. So wurden unter anderem Räume vergrößert. Kinder bekommen dort ab dem neuen Schuljahr außerdem ein vollwertiges Mittagessen.

Im Rahmen des Möglichen wird es auch eine qualifizierte Hausaufgabenbetreuung geben. „Wir möchten perspektivisch mehr Familien dazu bringen, dieses Angebot an der Grundschule auch zu nutzen“, fasst Richter-Plettenberg zusammen.

Die Stadt hat sich außerdem entschieden, die Vereinbarung über die Betreuung im Kindergarten Roßdorf mit der Kirchengemeinde um ein weiteres Jahr zu verlängern.

Die Eltern sind an beiden Schulen über die Neuerungen bereits informiert worden. Weitere Anmeldungen in der Schule oder bei der Amöneburger Stadtverwaltung sind aber noch möglich.

von Michael Rinde

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