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Kinder bekommen wieder eine Bühne

Abschluss Kinder bekommen wieder eine Bühne

Zum Finale präsentiert sich das Projekt "Zeig was Du kannst" noch einmal auf großer Bühne. Am Samstag gibt es ein Abschlussfest in der früheren Herrenwaldkirche.

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Kinder zeigen mit Hilfe von Miriam Rauch, was sie tänzerisch alles können. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Eigentlich habe es ständig immer wieder Höhepunkte gegeben. Das meint zumindest Christian Wolff vom Betreuerteam von „Zeig was Du kannst“. Damit meint er Reaktionen von Jugendlichen auf die Angebote des Projekts. Ein Satz eines Jugendlichen ist Wolff besonders in Erinnerung geblieben: „Krass, dass ihr euch für uns interessiert.“

Seit Dienstag läuft das wohl letzte große Angebot des eigentlichen Projekts, ein Ferienangebot mit verschiedenen Workshops. Bis zu fünf am Tage gibt es im Gemeindehaus in der Liebigstraße, im benachbarten Kindergarten wie seit gestern auch in der früheren Herrenwaldkirche in der Schlesierstraße. Sie heißt inzwischen „Conact-Zentrum“ und wird vom Verein „Jumpers“ wieder mit Leben gefüllt. Außerdem kooperiert „Zeig was Du kannst“ bei diesem Ferienangebot mit der evangelischen Sing- und Musikschule.

Drei Jahre sind seit dem Start von „Zeig was Du kannst“ vergangen. Möglich wurde dieses Projekt durch eine Förderung des Bundes-Familienministeriums. Anspruch von „Zeig was Du kannst“ war es, Kindern und Jugendlichen im wörtlichen Sinne eine Bühne zu bieten. Es gab zahlreiche Mitmachangebote, die am Ende in eine Veranstaltung auf offener Bühne mündeten. Und das Interesse bei den Kindern und Jugendlichen war offenbar groß: Rund 250 nahmen in den drei Jahren an den Aktionen von „Zeig was Du kannst“ teil, so schätzen Pfarrer Thomas Peters und Helene Wolff, seit zwei Jahren pädagogische Leiterin von „Zeig was Du kannst“. Ziel war es stets, den Kindern und Jugendlichen Selbstvertrauen zu geben und ihre Fähigkeiten ohne Druck zu fördern. „Ich bin sicher, unser Motto ,Zeig was Du kannst‘ hat Früchte getragen“, sagt auch Miriam Rauch. Sie war in den vergangenen zwei Jahren für die künstlerischen Angebote verantwortlich. Die gibt es auch in dieser Workshop-Woche: Tanzen, Theater, Poetry, „Kreatives“ lauten einige Titel der Workshops.

Musikschule als Brücke

Aber auch Radfahren ist dabei oder „Play the songs“. Nach nur anderthalb Stunden intensiver Arbeit war eine Gruppe zum Beispiel in der Lage, ein erstes Gitarrenstück zu singen und mit professioneller Unterstützung zu spielen. Auch Lehrer der Musikschule leiten Gruppenangebote. Sie sind auch eine „Brücke“ für die Zeit nach „Zeig was Du kannst“. Denn der Fördergedanke hinter dem Projekt soll weitergetragen werden. „Danke, dass Du für mich da bist“, war auch einer der Sätze, den die Betreuer in den vergangenen Jahren öfter hörten, wie sie im Gespräch mit der OP berichten. Für Helene Wolff ist es ein abschließender Höhepunkt ihrer Arbeit in Stadtallendorf, dass diese „Ferienwoche“ zum Abschluss noch einmal zustande kam. Ihr Fazit: „Bei den Kindern, die zwei Jahre durchgehend dabei waren, gab es eine klare Entwicklung.“

Aber die „Macher“ von „Zeig was Du kannst“ haben auch Erfahrungen gesammelt, die sie überrascht haben. „Die Gruppen haben sich nach Aktionen immer wieder neu zusammengefunden“, fasst es Thomas Peters zusammen. Es gab also ständige Wechsel. Man habe aber sehr viele Kinder und Jugendliche ansprechen können, „die mit der Gemeindearbeit gar nichts zu tun haben“. Das Familienministerium hat „Zeig was Du kannst“ mit insgesamt 150000 Euro unterstützt.

- Zum Schluss soll jetzt noch einmal gefeiert werden. An diesem Samstag, 1. August, ab 14 Uhr gibt es das abschließende Sommerfest in der früheren Herrenwaldkirche.

von Michael Rinde

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