Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Kinder bekommen ihren eigenen Baum

Geburtenwald Kinder bekommen ihren eigenen Baum

"Ebenso wie Neugeborene steht auch der Baum symbolisch für das Leben", betonte Bürgermeister Christian Somogyi beim ersten Pflanztag des Geburtenwaldes der Stadt Stadtallendorf.

Voriger Artikel
Land gibt Geld für Langendorfer Wehr
Nächster Artikel
Helfer des Roten Kreuzes gewinnen deutlich Platz hinzu

Papa Gunter Heneis (dritter von links) mit Tochter Louna und Mama Ines pflanzten eine der ersten Bäume. Unterstützung gab es von Revierförster Alexander Wolf (rechts), Forstamtsleiter Lutz Hofheinz (zweiter von links) und Bürgermeister Christian Somogyi.Foto: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. „Die Tradition des Baumpflanzens anlässlich der Geburt eines Kindes greifen wir nun mit der Errichtung eines Geburtenwaldes auf einer städtischen Waldparzelle auf“, erläuterte Somogyi das Projekt, das Stadt und HessenForst gemeinsam ins Leben gerufen hatten (diese Zeitung berichtete).

Somogyi ermunterte die Eltern und Großeltern, den Gebur­tenwald immer wieder einmal aufzusuchen und ganz bewusst „ihren“ Baum mit der ganzen Familie beim Wachsen zu begleiten. Mit dem Geburtenwald sei letzten Endes auch die Hoffnung verbunden, dass die Eltern, neben den pädagogischen Einrichtungen, ihren Kindern vermitteln, wie wichtig der Wald für das Leben und ihre eigene Entwicklung ist.

Im Vorfeld hatte die Stadt 292 Familien angeschrieben, die in dem Zeitraum von 2012 bis August 2013 Eltern geworden sind, und sie zu dem Fest eingeladen. Die Idee des Geburtenwaldes, sie stammt von Bürgermeister Somogyi, kam bei den jungen Eltern gut an. Rund 60 Familien hatten ihr Kommen zugesagt. „Das ist ein guter Schnitt und es ist besonders erfreulich, dass viele türkischstämmige Familien von der Idee begeistert waren“, erklärt Nicole Naumann, die Projektverantwortliche der Stadtverwaltung.

Das Wetter zeigte sich am Samstag zumindest für die zahlreich gekommenen Eltern, Kinder und Großeltern nicht gerade von seiner allerbesten Seite. Dafür bot der leichte Nieselregen optimale Pflanzbedienungen, wie Alexander Wolf von Hessen Forst erklärte. Seit Alters her ist das Pflanzen eines Baumes anlässlich der Hochzeit oder der Geburt eines Kindes ein Geschenk mit Symbolkraft. „Ich finde, das ist eine super Idee und es ist schön zu sehen, wenn der Baum zusammen mit dem Kleinen wächst“, erklärt Katharina Bulla, die gemeinsam mit ihrer Familie für ihren 10 Monate alten Sohn Tim eine Eiche pflanzte. Bevor es soweit war, konnten die Eltern den Namen des Kindes mit einem Lötkolben auf ein Holzschild eingravieren. Die Namenstafel wird später an das freudige Ereignis erinnern und den Baum kennzeichnen.

Rund 1200 Quadratmeter, mit der Option auf eine Erweiterung, ist der Geburtenwald groß. Einmal im Jahr will die Stadt in Zukunft ein Fest feiern, bei dem Eltern einen Baum pflanzen können.

Bürgermeister Somogyi würdigte in seiner Ansprache die Stadtallendorfer Unternehmen Ferrero, Eisengießerei Winter, Hoppe, EON Mitte, die Sparkasse Marburg-Biedenkopf und die VR Bank HessenLand für die Unterstützung. Gemeinsam mit den Firmenvertretern pflanzte Somogyi dann eine Eiche für die Stadt Stadtallendorf.

Besonders hob Somogyi auch Revierförster Alexander Wolf hervor, der die Idee des Geburtenwaldes von Anfang an mitgetragen, den Standort ausge­sucht und für die Pflanzungen vorbereitet habe. Dank der Unterstützung durch die zahlreichen Sponsoren war auch der Beitrag, den die Eltern beisteuerten, auf fünf Euro geschrumpft.

„Nicht zuletzt leisten wir alle mit der Anpflanzung der Bäume unseren Beitrag zum 300-jährigen Jubiläum der nach­haltigen Waldwirtschaft, das in diesem Jahr gefeiert werden konnte“, betonte Somogyi, der ebenso wie anschließend der Leiter des Forstamts Kirchhain, Lutz Hofheinz, auf das 300-jährige Jubiläum der nachhaltigen Waldwirtschaft einging.

Hessen Forst bot mit Zapfenweitwurf, Eichelmännchenbasteln und einem Malangebot ein kleines Unterhaltungsangebot, und die TSV Jugendfußballabteilung stellte Kaffee, Kuchen und gegrillte Bratwurst bereit.

von Karin Waldhüter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr