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Kettenreaktion endet mit spektakulärem Finale

Domino-Tag Kettenreaktion endet mit spektakulärem Finale

Beim Domino-Tag im katholischen Kindergarten "Pusteblume" klappte alles reibungslos: 2 000 umgefallene Domino-steine lösten zum Finale einen begeisternden Ballregen aus.

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Hannah (rechts) schnippte den ersten Stein an und löste die Kettenreaktion aus. Kindergartenkinder, Peter Schick (rechts, kniend) Pfarrer Peter Weber (rechts) freuen sich über das große Finale, bei dem es Bälle regnet. Foto: Karin Waldhüter

Emsdorf. Zwei Tage hatte Großvater Peter Schick zusammen mit Kindergartenkindern einen Parcours aus 2000 Dominosteinen entstehen lassen. Ideenreich hatten der Rentner und die Kinder zahlreiche Schwierigkeiten eingebaut: So führte die Strecke über Mausefallen und andere Hindernisse. Die umfallenden Steine sorgten zudem dafür, dass selbstgebaute Holzautos losfahren oder ein Golfball eine Rinne herunterrattert.

Schicks Enkelin Hannah blieb es dann auch vorbehalten, den ersten Stein anzuschnippen, der eine Kettenreaktion auslöste. Dann ging alles ganz schnell: Nach rund drei Minuten war alles vorbei und der letzte Dominostein öffnete zum Finale eine Schatzkiste, aus der es Tischtennisbälle auf die 50 Kindergartenkinder regnete.

Gespannt hatten die Kinder den Weg der Steine verfolgt, mit lauten Ausrufen das Klacken der Mäusefallen begleitet und vor Spannung die Hände vors Gesicht geschlagen.

Damit nichts schiefgehen konnte, hatte Schick erst kurz vor dem Start die eingebauten Sicherungssteine entfernt. Er freute sich am Ende darüber, dass alles reibungslos geklappt habe.

Seit Jahresbeginn übte der Rentner mit den Kindern für den Domino-Tag. Sie probierten verschiedene Aufstellungen aus und testeten die Funktion der Mausefallen.

Schick bietet Holz-AG

Begonnen hatte alles vor einem dreiviertel Jahr. Seitdem kommt Peter Schick jeden Freitag in den Kindergarten, wo 24 Kinder seine Holz-AG besuchen. Entstanden sind seither eine große Zahl von Kunstwerken aus Holz, wie Autos, Blumen, Kreisel oder Schatztruhen, die der 63-Jährige zuhause mit viel Liebe zum Detail vorbereitet hatte. Nach einem von den Kindern vorgetragenen Gedicht und einem Lied lobte Einrichtungsleiterin Theresia Paul Schicks Herzlichkeit, die Liebe zum Detail, den Ideenreichtum und seine Begeisterung für die Arbeit mit Holz. „Sie haben in unseren Kindern ein ganz wertvolles Wissen heranwachsen lassen“, ergänzte sie. Pfarrer Peter Weber lobte, es sei außergewöhnlich, dass jemand sich mit Kindern beschäftige und ihnen das beibringe, was ihm am Herzen liege - nämlich das Arbeiten mit Holz.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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