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„Keine Gefahr für Umwelt und Gesundheit“

Mülldeponie „Keine Gefahr für Umwelt und Gesundheit“

Im Frühjahr ließ die Stadt Kirchhain die ehemalige Mülldeponie im Baugebiet Röthe III anschneiden. Nun liegen die Ergebnisse der Schadstoffuntersuchung des Erdaushubs vor.

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Die Stadt ließ die ehemalige Mülldeponie anschneiden und den Aushub mit weißen Planen abdecken. Die Erde muss als Sondermüll abtransportiert werden.

Quelle: Florian Lerchbacher

Kirchhain. Eigentlich durfte die renaturierte ehemalige Mülldeponie laut eines Gutachtens nicht angeschnitten werden. Die Stadt Kirchhain hatte nach Angaben ihres Bauamtsleiters Volker Dornseif im Frühjahr aber gar keine andere Wahl: Im Zuge der Umsetzung des Baurechts wurde die Anbindung an die Langensteiner Straße nach Absprache mit dem Regierungspräsidium wie geplant vergrößert und rund 200 Kubikmeter Erde abgetragen – in der sich Glasscherben, Plastikteile und Metallstücke finden. Die Stadt ließ den Aushub abdecken und Proben untersuchen. Nun liegen die Ergebnisse vor: bei Blei, Cadmium, Kupfer und Zink sind die Grenzwerte überschritten, die Erde fällt also unter die Kategorie Sondermüll.

Eine Fachfirma kümmert sich um die Entsorgung, die Kosten dafür beziffert Dornseif auf rund 15.000 Euro. „Die Werte sind nicht kritisch oder überraschend. Sie sind so, wie wir sie in etwa erwartet hatten“, sagt Manfred Kersten, der Sprecher des Regierungspräsidiums, und betont: „Es besteht keine Gefahr für Umwelt und Gesundheit“ – weder durch den Aushub noch durch die Reste der ehemaligen Hausmülldeponie. Ein Kirchhainer Bürger traut indes dem Frieden nicht, hat die Staatsanwaltschaft in Marburg angeschrieben und fordert eine erneute Beprobung der Deponie, eine Grundwasseruntersuchung und eine neue gutachterliche Gefahrenabschätzung.

von Florian Lerchbacher

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