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Keine Besserung in Sicht

Keine Besserung in Sicht

Im Juni wurden Kirchhains Stadtverwaltung wie auch Autofahrer von Bahnarbeiten in der Alsfelder Straße überrascht. Die Stadt hatte bei den Planungen keine Mitsprache, für Fußgänger bleibt die Situation unangenehm.

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Für Fußgänger kann es sehr eng werden am Bahnübergang in der Alsfelder Straße in Kirchhain.

Quelle: Michael Rinde

Kirchhain. Gerade waren die Arbeiten in der Straße Amöneburger Tor beendet, da wurde Anfang Juni ohne große Ankündigung der Bahnübergang Alsfelder Straße in Kirchhain saniert. Autofahrer wurden an jenem Freitagnachmittag von der teilweisen Sperrung der Alsfelder Straße überrascht. Ursprünglich hatte die Bahn die Arbeiten bereits im Mai ausführen wollen, doch die Stadt hatte dies wegen den vorhandenen Sperrungen in der Untergasse und am Amöneburger Tor abgelehnt. Die Stadtverwaltung hatte dann genau zwei Tage vor Beginn der Arbeiten einen Antrag des Bauunternehmens auf Straßensperrung erhalten. Das berichtete der Magistrat in seiner Antwort auf die Anfrage von Helga Sitt (Bündnis 90/Die Grünen). Nur wegen der Gesamtsituation entschied sich die Verwaltung, die „Hauruck“-Aktion zu genehmigen.

Doch nach der Sanierung der Fahrbahn am Bahnübergang bleibt ein Problem ungelöst. Fußgänger müssen an dieser Stelle zwangsläufig auf die Fahrbahn ausweichen, wollen sie den Bahnübergang passieren. Die Bürgersteige reichen auf beiden Seiten der Alsfelder Straße nur bis unmittelbar zum Bahnübergang. Bei der Sanierung der Fahrbahn hätte möglicherweise die Chance bestanden, die schon lange bestehende Situation zu verbessern. Doch die Stadt war in keine Planungen einbezogen, wurde lediglich vor vollendete Tatsachen gestellt.

Ausgang mal wieder offen

Zwischenzeitlich gab es einen Ortstermin mit den Straßenverkehrsbehörden. „Von der Polizei und den anderen Behörden wird die Situation als verkehrsrechtlich in Ordnung eingeschätzt“, sagt Bürgermeister Jochen Kirchner auf Anfrage dieser Zeitung. Trotzdem ist Kirchner der Meinung, dass die Situation für Fußgänger an dieser Stelle der vielbefahrenen Straße verbessert werden muss. Aber: Um einen richtigen Fußgängerweg an dieser Stelle am eigentlichen Bahnübergang zu schaffen, müsste erst ein Genehmigungsverfahren beim Eisenbahn-Bundesamt in Gang gebracht werden. „Und allein dieses Verfahren kostet die Stadt wohl zwischen 35000 und 40000 Euro“, erläutert Kirchner. Selbst wenn die Stadt das Geld dafür ausgäbe, wären die Erfolgsaussichten ungewiss.

Das Bauamt der Stadt hat eine eigene Idee entwickelt. So könnten die Gehwege unmittelbar an den Bahnübergang herangeführt werden. Auf dem Bahnübergang wären dann zusätzliche Markierungen denkbar, um Fahrzeuge und Fußgänger besser abzugrenzen. Aber ob das zulässig ist, muss erst mit der Bahn verhandelt werden - Ausgang mal wieder offen.

von Michael Rinde

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