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Kein Interessent soll außen vor bleiben

Nahwärmenetz Kein Interessent soll außen vor bleiben

Morgen Abend gründet sich die Nahwärmegenossenschaft Rauschenberg. Das Organisationsteam, das seit Monaten für dieses Projekt arbeitet, hofft auf großes Interesse am offiziellen Starttermin.

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In Rauschenberg sollen noch dieses Jahr Nahwärmerohre in die Erde. Archivfoto: Mayer

Rauschenberg. Am Mittwochabend wird es in der Kratz‘schen Scheune formell: Dann erfolgt die Gründungsversammlung der Nahwärmegenossenschaft Rauschenberg. Offenbar gibt es großes Interesse bei der Bürgerschaft in der Kernstadt, wie zuletzt die Informations-Veranstaltung dokumentierte.

Am Mittwoch wird eine Vertreterin des Genossenschaftsverbandes noch einmal einige grundlegende Informationen geben. Danach ist jeder einzelne Interessent gefragt, den Beitritt zur Genossenschaft zu erklären. „Es wäre schön, wenn möglichst viele gleich diesen Termin nutzen“, sagt Helmut Schmid vom Team, das die Gründung vorbereitet hat und dem Start entgegenfiebert.

Wer verhindert ist, kann natürlich auch einen der insgesamt vier angebotenen Ausweichtermine nutzen (siehe Infokasten). Die Kosten für Genossen sind überschaubar: Die Einlage wird bei 3500 Euro liegen und umfasst den Anschluss bis zur Übergabestation im Haus. Jene Einlage ist dabei kein verlorener Beitrag für den neuen Genossen.

Ganz wichtig ist dem Team, im Vorfeld der Gründungsversammlung noch einmal klarzustellen, dass es jetzt zunächst um einen Startschuss für den Bau des Nahwärmenetzes gehen wird. Wie die OP berichtete, gibt es einzelne Interessenten aus der Altstadt, die nach bisherigem Stand noch nicht beim ersten Bauabschnitt berücksichtigt werden können. Doch das heißt auf einen keinen Fall, dass sie außen vor bleiben. Denn: Die Planungen sind keinesfalls endgültig, sie werden sich noch bis zum ersten Spatenstich ständig aktualisieren - und sie betreffen auch nur den ersten Bauabschnitt für das Nahwärmenetz.

„Unser Ziel war und bleibt es, alle, die sich beteiligen wollen, anzuschließen“, sagt Anne Gade-Linne. Erklärter Wunsch ist es, dass die gesamte Kernstadt in Zukunft ans Netz kommt. Etwa 7,8 Kilometer lang ist das Netz im geplanten ersten Bauabschnitt. Damit wird ein Neubaugebiet, der komplette Galgenberg sowie Teile der Siedlungs- und der Bahnhofstraße, sowie die Straße „Auf dem Flur“ mit Nahwärme erschlossen.

Je mehr Genossen gleich vom Start weg Mitglieder sind, um so leichter fällt die endgültige Planung. Je eher die steht, um so eher kommt es zum Baustart. Und den soll es wenn irgend möglich noch in diesem Jahr geben, wie Gade-Linne und Schmidt im Gespräch mit dieser Zeitung hervorheben. Sie nutzen die Gelegenheit, nochmals um Genossen zu werben: Es werde einen stabilen Wärmepreis geben, einen Preis, der unter dem Heizölpreis liege. „Und alles bleibt in Händen der Bürger“, betont Schmid. Nicht zuletzt ist auch eine Wertsteigerung für die angeschlossene Immobilie zu erwarten.

Anne Gade-Linne freut sich über einen unbestreitbaren ökologischen Vorteil, den das neue Nahwärmenetz bringt - neben der Schonung fossiler Brennstoffe: „Bei Inbetriebnahme wird dann auch endlich die Wärme der Biogasanlage genutzt.“

Wer sich mit der künftigen Satzung der geplanten Rauschenberger Nahwärmegenossenschaft vor dem morgigen Gründungstermin auseinandersetzen möchte, kann sich einen Entwurf auf der Internetseite www.nw-r.de herunterladen oder sich an einen der Ansprechpartner wenden, der gerne weiterhilft. Die Gründungsversammlung findet am Mittwoch, 23. Juli, ab 19 Uhr in der Kratz‘schen Scheune statt.

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Weitere Informationen

Ausweichtermine:

Wer bei der Gründungsveranstaltung verhindert ist, hat an folgenden Terminen die Möglichkeit, sich als Genosse einzuschreiben:

Samstag, 26. Juli, von 10 bis 12 Uhr; Dienstag, 29. Juli von 18 bis 20 Uhr, Freitag, 1. August, 18 bis 20 Uhr und Montag, 4. August, 18 bis 20 Uhr. Alle Termine finden ebenfalls in der Kratz‘schen Scheune statt.

Ansprechpartner:

Für Fragen stehen Helmut Schmid, Telefon 0173/3020297, E-Mail schmidh.e@web.de; Eckard Schmerberg, Telefon 06425/2369 zur Verfügung. Weitere Ansprechpartner über die Internetseite www.nw-r.de, Rubrik „Kontakt“.

von Michael Rinde

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