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Kein Entrinnen für Wasser im Hallenbad

Sanierung in Kirchhain Kein Entrinnen für Wasser im Hallenbad

Während sich die Badegäste in den Sommerferien meist im Freibad sonnen, wird im Hallenbad Kirchhain gearbeitet. Rund um die Becken werden die Abflusssysteme erneuert.

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Sven Braun und seine Kollegen schreiten zur Tat: Der Boden rund um das Lehrbecken im Hallenbad Kirchhain ist bereits größtenteils aufgerissen. Dabei kommen die Hohlräume unterhalb der Abflusslöcher zum Vorschein.

Quelle: Peter Gassner

Kirchhain. Seit Montag laufen bereits die Sanierungsarbeiten im Phönix Hallenbad Kirchhain. An dem kleineren Lehrbecken sowie dem größeren Schwimmerbecken wird während der Schulferien eine sogenannte Beckenkopfsanierung durchgeführt. Dabei werden die Rinnen rund um die beiden Becken erneuert. Grund sind Hohlräume, die sich unterhalb der Abflusslöcher an den Beckenrändern gebildet haben. Das Wasser konnte dort nicht wie vorgesehen abfließen, da das Abflussrohr im Inneren des Bodens zum Teil um bis zu einem Meter versetzt von dem Loch oben im Beckenrand angesetzt wurde.

Das gechlorte Wasser drohte damit, auf Dauer die Substanz des Gebäudes anzugreifen. Beim Bau des Schwimmbades in den 70er-Jahren „wurde vorsichtig gesagt ein wenig gepfuscht“, sagt Geschäftsführer Peter Bittner (die OP berichtete mehrfach über die Baumängel). In mehreren Etappen wird daher nun die Sanierung des Bades vorangetrieben.

Neue Rohre, die jeweils zwischen den beiden Löchern eingesetzt werden, sollen zukünftig eine Erosion des Bodens verhindern und den ordnungsgemäßen Abfluss des Beckenwassers gewährleisten. „Wir versuchen sie derzeit noch überall so hinzubiegen, dass es passt“, sagt Bittner. An manchen Stellen werde es sich hingegen nicht vermeiden lassen, die Löcher am Beckenrand neu zu bohren. Die Hohlräume werden indes mit einem Gemisch aus Sand und Epoxitharz versiegelt.

Öffnung zum Schulstart am 29. August

Über die Dehnungsfuge, die unter dem Boden zwischen dem Ende des Schwimmerbeckens und der Außenwand des Hallenbades verlegt ist, gelangte die Nässe in den vergangenen Monaten auch in die Lüftung des Bades, was die Reparatur in diesem Sommer dringend notwendig machte.

Das Hallenbad ist über die gesamten Sommerferien geschlossen - während der Schulzeit wäre das allein schon wegen der Verträge mit den Schulen nicht denkbar, erläutert Bittner. Pünktlich zum Start in das neue Schuljahr soll es daher am 29. August wieder geöffnet sein. „Die Arbeiten müssen aber schon innerhalb von fünf Wochen erledigt werden, denn wir brauchen eine Woche, um das Bad wieder für die Öffnung vorzubereiten“.

Ein straffer Zeitplan, denn alleine das fachgerechte Aufreißen des Rinnenbereiches benötigt pro Becken etwa eine Woche, erklärt Sven Braun, der diese Arbeit zurzeit verrichtet. „Man kann nicht einfach so alles aufreißen, sondern muss beispielsweise zusehen, dass die Fliesen rundherum ganz bleiben“. Bis zur Wiedereröffnung ist also noch eine Menge zu tun.

Auf etwa 50000 Euro schätzt Bittner die Sanierungskosten, die das Hallenbad als gemeinnützige GmbH komplett selbst tragen muss. Laut Bittner sind im letzten Jahr 100000 Badegäste zu Besuch gewesen.

Vor etwa vier Wochen waren bereits die Spinde im Umkleidebereich verbreitert worden, sodass dort „zum Beispiel auch mal ein Fahrrad- oder Motorradhelm hineinpasst“, so Bittner. Nächstes Jahr sollen dann die Umkleiden selbst ausgetauscht und ebenfalls größer gestaltet werden. Anstatt vier Kabinen in einer Reihe sollen es dann nur noch drei sein.

von Peter Gassner

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