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Kein Dirigent da? Das Rathaus hilft weiter

Seniorenfeier Kein Dirigent da? Das Rathaus hilft weiter

Besinnlich, musikalisch und kulinarisch ging es bei der Seniorenweihnachtsfeier zu. Bei Kaffee und Weihnachtsstollen stimmten sich 250 Senioren auf das bevorstehende Fest der Liebe ein.

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Die Stadtallendorfer Senioren wurden bei der Weihnachtsfeier in der Stadthalle fast drei Stunden lang unterhalten.

Quelle: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Rot leuchtende Weihnachtssterne auf den festlich gedeckten Tischen und entlang der Bühne sorgten in der Stadthalle für eine weihnachtliche Atmosphäre. Auf der Bühne drehte sich eine etwa ein Meter hohe Weihnachtspyramide, und ein festlich geschmückter Tannenbaum weckte die Vorfreude auf das Fest. Ein gemütliches Ambiente also, um den Besuchern einen besinnlichen Nachmittag zu bereiten.

In Kooperation mit dem Seniorenbeirat und den fleißigen Helfern des Seniorentreffs hatte die Stadt Stadtallendorf Senioren aus allen Stadtteilen eingeladen. Reinhard Kauk, Vorsitzender des Seniorenbeirats und Bürgermeister Christian Somogyi hießen die Besucher willkommen. Die Stadtallendorfer Seniorenbeauftragte Birgit Thiel führte unterhaltsam durch den Nachmittag. Sie hatte wieder ein ansprechendes fast dreistündiges Programm für die Senioren zusammengestellt.

"Stadt braucht Wirken in kleinen Schritten"

Mit einem Spruch von Reiner Maria Rilke hieß Bürgermeister Christian Somogyi die Besucher zum kommenden Weihnachtsfest und bevorstehenden Jahreswechsel willkommen. „Lasst euch nicht beirren von Übergängen!“, zitierte er den bekannten Dichter. Trotz sorgfältiger Pläne und Vorkehrungen befalle die Menschen auf der Schwelle zum neuen Jahr eine mehr oder minder große Unsicherheit, da möge ein Aufruf wie der Rilkes ermuntern sich frohgemut auf Neues einzulassen. „Das fällt mir leichter, weil ich weiß, dass Menschen wie Sie weiterhin mit unterwegs sind und unsere erfolgreiche kommunale Partnerschaft fortbesteht“, so Somogyi.

Er dankte allen für das Mitdenken, Mitwirken und Mitarbeiten in Familie, Vereinen, Nachbarschaft und Gemeinschaft. „Unsere Gesellschaft, und damit auch unsere Stadt, braucht mehr denn je das Wirken in kleinen Schritten, mit der nötigen Gelassenheit und Geduld“, sagte Somogyi. Ihr Wirken auf sozialem, kulturellem und sportlichem Gebiet trage entscheidend zur Lebensqualität in Stadtallendorf bei. Er würdigte den Einsatz aller Helfer und aller Akteure auf der Bühne.

Das Unterhaltungsprogramm eröffneten die allseits beliebten „Rostkehlchen“ mit „Fröhliche Weihnacht überall“, „O du fröhliche“ und „Weihnacht“, wobei die 15 Sänger in weißen Hemden, knallroten Einstecktüchern und ebensolchen Fliegen auch optisch Akzente setzten. Begleitet wurden sie von Arnold Görge an der Gitarre.

Bernd Weitzel springt ohne Vorbereitung ein

Majestätisch und im Gleichtakt schreitend begann die Seniorentanzgruppe ihre Darbietungen im Zuschauerraum. Unter der Leitung von Bernarde Kroll erfreuten die Frauen mit dem Tanz „Hört die Botschaft nah und fern“ und „Jingle Bells“ die Besucher.

Eigentlich stand dann der Auftritt des Männergesangvereins auf dem Programm, doch Chorleiterin Tamara Zitzer ließ auf sich warten. Kurzerhand holten sich die Sänger Bernd Weitzel, der als Mitarbeiter der Stadt schnell vor Ort war, an ihre Seite. Ohne jede Vorbereitung dirigierte er den Männergesangverein so, als wäre es nie anders gewesen. Höhepunkt der vier Liedbeiträge war ohne Zweifel das besinnliche und vom Rhythmus her anspruchsvolle „Trommellied“. Der Männergesangverein ließ die Trommeln „Parapapampam“ lautmalerisch erklingen und beschwor mit dem schönen „Weihnachtsglöckchen“ die kommende stille, heilige Nacht musikalisch.

Lose für den guten Zweck

Die dann folgende Flötengruppe „Klangvoll“ ist eine Laiengruppe und macht seit zehn Jahren gemeinsam Musik. Unter der Leitung von Ulla Weber präsentierten die sieben Mitglieder mit ihren verschiedenen Blockflöten und Bassklarinette insgesamt vier Stücke, von Händels „Symphonica“ bis hin zu den bekannten Weihnachtsliedern wie „Stille Nacht“.

Musikschüler der Musikschule Misar zeigten anschließend ihr Können, bevor noch einmal die Rostkehlchen, die Seniorentanzgruppe und Sänger und Gitarrist Arnold Görge für weihnachtliche Stimmung sorgten. Im Foyer bot die Katholischen Frauengemeinschaft St. Michael Lose für einen guten Zweck an.

von Karin Waldhüter

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