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Käßmann hofft auf eine neue Heimstätte

Sozialprojekt Käßmann hofft auf eine neue Heimstätte

Für die frühere Herrenwaldkirche gibt es eine Zukunft. Seit Donnerstagabend gilt der Mietvertrag mit dem Verein „Jumpers“, der dort ein Sozialprojekt startet.

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Professor Margot Käßmann widmete sich nahe am früheren Altar der Herrenwaldkirche den Gründen, warum das Reformationsjubiläum für die Kirche Grund zum Feiern ist.

Quelle: Tobias Hirsch

Margot Käßmann, Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland, sprach am Donnerstag vor rund 250 Zuhörern in der entwidmeten Herrenwaldkirche. Käßmann unterstützte mit ihrem Vortrag zum näherrückenden Reformationsjubiläum das Projekt des Vereins „Jumper“. Er will die frühere Kirche als Begegnungsstätte für Jugendliche und Familie nutzen.

Konfirmation in der Herrenwaldkirche

Zum ersten Mal seit ihrer Entwidmung war die frühere Herrenwaldkirche gestern Abend wieder voll. Der Anlass: Der Verein „Jumpers“, seit gestern Abend auch formell Mieter der Gebäude, startete sein Stadtallendorfer Projekt mit einer Benefizveranstaltung. Star des Abends war Margot Käßmann, die frühere Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und heutige Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017. Käßmann ist in Stadtallendorf aufgewachsen. Seinerzeit wurde sie in der Herrenwaldkirche konfirmiert. Angesichts der Entwidmung der Kirche sei sie mit durchaus gemischten Gefühlen nach Stadtallendorf gekommen, bekannte sie. Die Herrenwaldkirche war nach ihrer Weihe 1963 Heimstätte für Flüchtlinge und Vertriebene in Stadtallendorf. „Vielleicht kann diese Kirche ja wieder Heimat sein für Menschen, die neu bei uns ankommen“, blickte sie allerdings bei ihrer Begrüßung positiv in die Zukunft.

Hilfe für Menschen mit Migrationshintergrund

Der Verein „Jumpers“ wird die frühere Herrenwaldkirche für eine Begegnungsstätte (die OP berichtete) nutzen und dort Angebote für Kinder, Jugendliche und ganze Familien schaffen. Ein Schwerpunkt liegt auf Hilfen für Menschen mit Migrationshintergrund. Darauf spielte Käßmann an. Gewohnt engagiert warb sie für das Reformations­jubiläum. An zehn Punkten machte sie klar, warum die evangelische Kirche Grund habe, das Reformationsjubiläum zu feiern. Dabei stellte sie auch Bezüge zur Vergangenheit her, zum Reformationsjubiläum 1917. „Der Protestantismus ist in der Demokratie angekommen“, so ihr Fazit. Daraus formulierte Käßmann eine Forderung: Kirche müsse Fragen stellen dürfen, Einmischung müsse sein. ( Ausführlicher Bericht folgt)

von Michael Rinde

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