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Junge Reiher lernen noch

Nabu-Präsentation Junge Reiher lernen noch

Die Schweinsberger Nabu-Ortsgruppe warb mit einem Tag der offenen Tür für das Schweinsberger Moor wie auch für sich selbst.

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Helmut Hahn erläuterte Besuchern das kleine Diorama des Schweinsberger Moores. 

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Schweinsberg. Der vor knapp 10 Jahren erbaute Stützpunkt der Nabu-Ortsgruppe, direkt am Schweinsberger Moor gelegen, ist weit mehr als ein kleines Schmuckstück. Es beherbergt eine ganze Reihe von Ausstellungsstücken, wie eine Tiersammlung, zahllose Informationsbroschüren, zwei Plakatwände, viele regionale Dokumentationen sowie aus dem Obergeschoss heraus einen grandiosen Ausblick über das Schweinsberger Moor.

Moor speist sich aus mehreren Quellen

Die hiesige Moorlandschaft ist ein so genanntes Niedermoor, welches sich aus mehreren natürlichen Quellen speist. Es ist eine der letzten Urlandschaften Mitteleuropas, welche sich nach der letzten Eiszeit gebildet hat.

Die Torfschicht hat eine Mächtigkeit von rund 4 Meter und wächst etwa 0,1 Zentimeter pro Jahr. Als das 43,2 Hektar große Moor im Jahre 1977 unter Naturschutz gestellt wurde, war es das 100. Naturschutzgebiet Hessens. Es ist Brut- und Lebensbereich für Rohrweihe, Wasserralle, Krickente und Flussuferläufer.

Helmut Hahn ist Mann der ersten Stunde

Für die einstmals hier heimische Bekassine, die nur noch auf dem Durchzug anzutreffen ist, haben inzwischen Blaukehlchen das Gebiet für sich entdeckt und sind heimisch geworden. Der Schweinsberger Helmut Hahn ist als Gründungsmitglied der NABU-Ortsgruppe ein Mann der ersten Stunde. Er habe sich schon immer für Vögel interessiert, berichtet er, der vieles initiiert und mitaufgebaut hat.

Hahn wird nicht müde den Besuchern Flora und Fauna des Moors oder die Pflegepläne und Regulation des Wasserstands zu erläutern. Hahn erstaunt mit kleinen Geschichten und verheimlicht auch nicht, dass die derzeit 55 Mitglieder starke Ortsgruppe bereits etwas überaltert ist und nach neuen Mitgliedern sucht.

Mit Ferngläsern Graureiher beobachten

Durch die aufgebauten Ferngläser können die Besucher derweil nur Graureiher beobachten. Sie stehen wie ausgestopft auf der kleinen Insel im See und bewegen sich überhaupt nicht. „Das sind Jungvögel, die lernen noch“, erläutert der heute 77-jährige Rentner, der sich mit Gleichgesinnten des Öfteren morgens zur Vogelbeobachtung im Stützpunkt trifft.

Walter Brede aus Fronhausen ist selbst Nabu-Mitglied und an anderer Stelle engagiert. Er war am Sonntag mit seiner Gattin zum ersten Male im Schweinsberger Moor und begeistert. „Wenn ihr mal eine Führung mitmachen wollt, ruft mich ruhig an“, bietet Hahn einen Service für alle Interessierten an, die mehr über das Moor erfahren wollen.

Weitere Informationen zu Moorführungen unter der Rufnummer 06429/347.

von Heinz-Dieter Henkel

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