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Junge Mütter bekommen weiter Hilfe

Beratungsangebot Junge Mütter bekommen weiter Hilfe

Die Finanzierung des Schwangeren- und Mütter-Cafés für Flüchtlingsfrauen im Ostkreis ist für dieses Jahr gesichert, die Resonanz auf das Angebot ist laut Beratungsstelle Lok gut.

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Maria Madert (links) und Raisa Kunstleben von der Beratungsstelle Lok unterstützen mit ihrer ­Arbeit Flüchtlinge in besonderen Lebenssituationen. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Immer mehr Flüchtlinge nutzen die regulären Angebote der Stadtallendorfer Beratungsstelle Lok. So nimmt es Raisa Kunstleben von der psychosozialen Beratungsstelle wahr. Es geht um Traumatisierungen, schwerwiegende Kriegs- und Fluchterlebnisse. „Betroffen sind durchweg Menschen, deren Situation noch nicht geklärt ist, die in der Luft hängen, weil über ihren Asylantrag noch nicht entschieden ist“, fasst Kunstleben zusammen.

Ein zusätzliches Hilfsangebot, das die Lok im vergangenen November entwickelte, ist das monatliche Schwangeren- und Mütter-Café (die OP berichtete). Nach einer Testphase ist klar, dass dieser besondere Treffpunkt für junge Frauen angenommen wird. Zugleich steht fest, dass die Förderung aus dem Programm „misch mit! Miteinander Vielfalt erleben“ in diesem Jahr weiterlaufen wird.

Das Schwangeren- und Mütter-Café findet monatlich statt. Eine Hebamme, ein Dolmetscher wie auch Maria Madert von der Lok sind immer mit dabei und unterstützen die Frauen in ihrer neuen Situation fern der Heimat. Das Angebot ist nicht auf Stadtallendorf beschränkt sondern bezieht sich auf den gesamten Ostkreis. Madert freut die bisherige Resonanz.

Vernetzung funktioniert immer besser

„Die Vernetzung funktioniert immer besser, es kommen immer mehr Frauen, die davon erfahren haben“, sagt sie. Über Sozialarbeiter des Kreises oder von anderen Flüchtlingen erfahren junge Frauen davon und trauen sich zu den Terminen in der Beratungsstelle in der Teichwiesenstraße. Beim Auftakt Ende vergangenen Jahres hatte das Lok-Team zunächst nur mit mehrsprachig verfassten Handzetteln für das neue Angebot geworben. Die Vernetzung hat sich also gut entwickelt.

Einen Wunsch hat Sozialpädagogin Maria Madert. Deutsche Frauen kamen bisher nicht zu den Treffen. Dabei ist das Zusammenbringen, der Aufbau von Kontakten und vor allem der Austausch der Frauen verschiedener Nationalitäten untereinander ein wichtiges Anliegen dieses besonderen Cafés.

Es gab nach der Veröffentlichung des neuen Angebots in der OP allerdings zahlreiche Sachspenden von Familien für die Mütter und Schwangeren. „Spenden sind uns natürlich weiter willkommen, aber bitte nur nach vorheriger Absprache mit uns“, sagt Madert.

Ein anderes, am Jahresende gestartetes Angebot kann die Lok leider mangels weiterer Finanzierung nicht weiterführen. Raisa Kunstleben hatte unter dem Titel „Atempause“ eine Gesprächsrunde für ehrenamtliche Helfer und Unterstützer von Flüchtlingen angeboten. Interesse war bei den Ehrenamtlichen durchaus vorhanden.

Anderes Angebot für Ehrenamtliche

Es ging um den Austausch untereinander, aber auch um die fachliche Begleitung gerade angesichts von Belastungssituationen. Zwei Treffen haben stattgefunden. Gänzlich ohne Unterstützung sollen die Ehrenamtlichen im Kreis aber keineswegs bleiben. Am 19. April ab 19 Uhr gibt es ein Treffen mit ähnlichen Inhalten im Kirchhainer Jugend- und Kulturzentrum in der Borngasse. Veranstalter ist die ehrenamtliche Koordinierungsstelle des Kreises, wie Kunstleben erläutert.

TERMINE
Die nächsten Schwangeren- und Mütter-Cafés finden am 20. April, am 18. Mai und am 15. Juni jeweils von 10 bis 11.30 Uhr in der Beratungsstelle Lok, Teichwiesenstraße 1 in Stadtallendorf statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen gibt es außerdem bei der Lok unter der Telefonnummer 06428/1035.

von Michael Rinde

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