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Junge Meister erhalten Ovationen

Trompetenkonzert Junge Meister erhalten Ovationen

Von Musik meisterlich eingehüllt: Das Trompeten­ensemble aus Florian Balzers Klasse des „Dr. Hoch’s Konservatoriums“ begeisterte mit grandioser Klangfülle und Darbietungen der Spitzenklasse.

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Professor David Tasa (von links), Philip Schütz und Valentin van Kempten intonierten zum Auftakt die „Fanfare for St. Edmundsbury“ mit einer Gartenschlauchtrompete.

Quelle: Karin Waldhüter

Kirchhain. Beim Trompeten­ensemble des Dr. Hoch’s Konservatoriums aus Frankfurt klafften Anspruch und Wirklichkeit nicht auseinander. Mit 120 Minuten Spieldauer stellten die Darbietungen alles in allem ein Riesenkonzert dar. Überwältigt erhob sich das Publikum am Ende von den Plätzen, um den Musikern stehend Anerkennung entgegenzubringen.

Das Ensemble des Dr. Hoch’s Konservatoriums wurde 2013 von Dozent und Orchestertrompeter der Bochumer Symphoniker Florian Balzer gegründet. An seiner Seite gestalteten das Programm Valentin van Kempten, Frederik Depta, René Wilhelm, Malte von der Lühe, Lukas Bruggaier und Philip Schütz.

Dabei kommt die Vielfältigkeit dieser jungen Musiker, sowohl auf den unterschiedlichen Instrumenten - von Piccolo-Trompete bis Alt-Tuba und Flügelhorn - als auch ihre musikalische Aussagekraft voll zum Tragen. Professor David Tasa, Mentor und Ausbilder Florian Balzers, unterstützte als „Special-Guest“ meisterlich. David Tasa wurde in Milwaukee, Wisconsin, geboren und wurde in der berühmten Chicagoer Blechbläserschule von Adolph Bud Herseth und Arnold Jacobs ausgebildet.

Auch die "Fanfare" ist mit dabei

Er ist der langjährige Solo-Trompeter der Oper Frankfurt und unterrichtete von 1982 bis 2006 als Professor an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Er war einer der Vorgänger von Florian Balzer am Dr. Hoch’s Konservatorium. Nach dem wirkungsvollen Konzerteinstieg mit Benjamin Britten’s „Fanfare for St. Edmundsbury“, bei der drei Trompeten im Kirchraum verteilt ihre eigenen, sehr charakteristischen Stimmungen - mal geschmeidig, mal heroisch und mal brillant, erst einzeln und dann als Einheit - präsentierten, konnte der Zuhörer erahnen, auf welch hohem Niveau sich diese Musiker bewegen. Auf dem Programm stand zum Beispiel der bekannte „Türkische Marsch“ von Wolfgang Amadeus Mozart, dessen virtuose Fassung eine anspruchsvolle Aufgabe an die jungen Musiker stellte.

Kaum weniger anspruchsvoll zeigte sich das Stück von Tommaso Albionis „Concerto San Marco in A-Dur“ mit Solist Florian Balzer, das den Musikern kaum eine Atempause gönnte und an dessen Ende Balzers Daumen zufrieden nach oben ging. „Das Stück geht so schnell wie eine Fahrt mit 250 Stundenkilometern auf der Autobahn“, erklärte der in Niederwald aufgewachsene Balzer in der Pause.

Gemeinsam mit David Tasa führte er unterhaltsam moderierend durch den Abend und gab dabei Einblicke in die aufgeführten Werke.

Auf dem Programm standen auch die berühmte „Fanfare“ aus dem Requiem von Giuseppe Verdi, der festlich erhabene „Hochzeitsmarsch aus dem Sommernachtstraum“ von Felix Mendelssohn Bartholdy oder das schwierig arrangierte irische Volkslied „Danny Boy“ mit den brillanten Solisten David Tasa und Florian Balzer.

Zum Auftakt spielen Schlauchtrompeten

Überrascht hatten Philip Schütz, David Tasa und Valentin van Kempten das Publikum gleich zu Beginn. Sie zeigten nicht nur wie man eine Schlauchtrompete baut, sondern auch, wie man damit perfekt die „Fanfare for St. Edmundsbury“ intoniert. Das Ensemble gibt hessenweit Konzerte. Als Konzertpate übernimmt dabei jeweils ein Mitglied aus der Region die Organisation des Konzertes. In Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde Kirchhain-Niederwald hatte Konzertpate Philip Schütz für dieses Konzert die Organisation übernommen. Als„Postillon“ in dem Solostück „Die Post im Wald“ von Heinrich Schäfer und arrangiert von Ensemblemitglied René Wilhelm aus der Rhön zeigte Schütz sein großes Können. Er ist seit gut einem Jahr Leiter der evangelischen Sing- und Musikschule Stadtallendorf.

Ergänzt wurden die musikalischen Beiträge durch eine gegenseitige und humorvolle Vorstellungsrunde der Musiker. Die Verpflegung übernahm der Jugendposaunenchor Niederwald.

von Karin Waldhüter

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