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Junge Künstler geben ihr Bestes

Musik Junge Künstler geben ihr Bestes

Sechs Stunden lang präsentierten junge Nachwuchskünstler auf einer offenen Zeltbühne - direkt neben der Stadtallendorfer Sing- und Musikschule - ihre musikalischen Talente.

Stadtallendorf. Claudio ist locker drauf. „Ich singe jetzt Que sera, sera für euch“, ruft er. Knapp drei Minuten dauert sein musikalischer Vortrag in dem der neunzehnjährige das Zelt zum Toben bringt. Die rund 80 Zuhörer sind erstaunt und beeindruckt. Zugaberufe und ohrenbetäubender Applaus folgen. „Hat mir gefallen die Zeit mit euch“, lacht Claudio anschließend ins Mikrofon während es sich nach seinem Solo-Auftritt wieder in die Reihe der anderen jungen Nachwuchstalente einordnet. „Das war eine tolle Sache die ihr gezeigt habt, meine Hochachtung“, lobt Raili Orrava jeden einzelnen auf der Bühne.

Die Gospel-Sängerin hat die künstlerische Leitung des sozial-kulturellen Kinder- und Jugendprojekts „Zeig was du kannst“ der evangelischen Kirchengemeinde Stadtallendorf übernommen. Unterstützt wird sie dabei von Ester Engelhardt, die dort ihr freiwilliges soziales Jahr absolviert.

Die Förderung des Selbstwertgefühls durch künstlerische Bildung zu entwickeln und zu stärken ist das Ziel des auf drei Jahre angelegten Projekts, das vom Bundes-Familienministerium gefördert wird. Neben vielen jungen Talenten der Sing- und Musikschule, die ihre Talente stimmlich, mit Gitarre, am Piano und mit Unterstützung der Musiklehrer auf der offenen Bühne überaus gelungen präsentierten, konnten die Besucher das neue Kinder- und Jugendprojekt „Zeig was du kannst“ kennenlernen. Spaß und die Freude am Tanzen und Singen war den Jugendlichen ins Gesicht geschrieben, die mit vollem Einsatz ihre Nervosität und ihre Scheu im Scheinwerferlicht zu stehen im Nu ablegen und mit Liedern wie „Age of Glorie“, „Impossible“ und „We are family“ tanzend und singend das Zelt rockten.

Karina Reimuth führte moderierend durch die Veranstaltung. Seit Ende vergangenen Jahres will das Projekt mit Tanz, Musik und Theater die oft schlummernden Potenziale der Kinder und Jugendlichen fördern und fast nebenbei erfahren die Kinder zudem: Hier interessiert sich jemand für mich. „Besonders liegen uns die jungen Menschen hier im Stadtteil am Herzen“, berichtete Pfarrer Thomas Peters. Er ist mitverantwortlich für die Umsetzung des Projektes. Anregungen dafür haben sich die Verantwortlichen bei Torsten Hebel geholt, der im Berliner Bezirk Lichtenberg das Projekt unter dem Namen blu:boks erfolgreich umsetzt. „Wir haben die Situation auf Stadtallendorf übertragen und wollen den Kindern Raum geben sich zu entfalten“, betonte Peters.

Neues Netzwerk unterstützt das Projekt

Ein Netzwerk wurde gebildet, um das Angebot gemeinsam mit der Sing- und Musikschule, den ehrenamtlichen Mitarbeitern des CVJM Stadtallendorf und „Gewalfrei leben“ umzusetzen. „Das Projekt richtet sich unter anderem an Kinder mit Migrationshintergrund, wobei wir den Kindern über das künstlerische hinaus eine Heimat geben wollen“, berichtet Frank Reimuth.

Er ist einer von gut ein Dutzend Ehrenamtlichen, die das Projekt unterstützen. Als Vollkraft wird Helene Oelschläger im kommenden Jahr hinzukommen und die pädagogische Leitung übernehmen. Unterstützung erhält sie dabei von einer jungen Frau, die ein freiwilliges soziales Jahr absolviert. Jeden Freitag treffen sich die Teilnehmer von „Zeig was du kannst“ für drei Stunden in der Sing- und Musikschule, Workshops und ein Angebot an der Georg-Büchner-Schule kommen hinzu und im nächsten Jahr soll es eine große Bühnenshow geben.

Mit Getränken, Würstchen, Kuchen, Hüpfburg, Schminken und Dosenwerfen war neben den Bühneauftritten auch im Rahmenprogramm für gute Unterhaltung gesorgt.

von Karin Waldhüter

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