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Jugendliche wählen gefährlichen Weg über Gleise

Jugendlicher Leichtsinn Jugendliche wählen gefährlichen Weg über Gleise

Am Bahnhof gibt es seit Sperrung der Unterführung große Probleme mit Reisenden, die sich in Lebensgefahr bringen und über die Gleise laufen.

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Kein Einzelfall: Drei Jugendliche laufen neben den Baumaschinen über die Gleisanlagen.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Donnerstag, 14.40 Uhr: Drei Jugendliche kümmern sich in Höhe der Baufahrzeuge auf dem Bahnsteig nicht um Verbote. Sie laufen achtlos über die Gleisanlagen zum Empfangsgebäude. Kein Einzelfall, wie Bahnreisende und auch Stadt und Bundespolizei seit der Sperrung der Unterführung bemerkt haben.
Angesichts der gesperrten Unterführung versuchen viele Fußgänger, auf lebensgefährliche Weise von einem Bahnsteig zum anderen zu gelangen: Sie laufen verbotenerweise über die Gleise. Ein Bahnreisender berichtet vor allem von Jugendlichen, die mit Zugverkehr nichts am Hut haben und einfach aus Spaß über die Gleise gehen.
Ursache der Probleme sind die gesperrten Bahnunterführungen. Die Unterführung am Bahnhof soll laut Plan frühestens Ende Oktober, die am früheren Busbahnhofsgelände erst im November öffnen. „Wir arbeiten an dem Problem und schauen, ob es nicht doch noch Lösungsmöglichkeiten gibt“, sagt Bürgermeister Manfred Vollmer.
Zunächst habe die Stadt den Bauzaun verlängert, um das Gleisüberqueren zu erschweren, erklärt Vollmer, wohl wissend, dass das nur wenig bringt. Es gibt zu viele Möglichkeiten entlang der Bahntrasse, um auf die Gleise zu kommen.
Die Bundespolizei hat reagiert und ihre Kontrollen am Bahnhof deutlich verschärft. „Wir haben dort zurzeit einen Schwerpunkt gebildet“, sagt Klaus Becker, Sprecher der Bundespolizei in Kassel. Die Bundespolizisten haben bereits einige Gleisläufer gestellt und Verwarnungsgelder von 40 Euro ausgesprochen. Doch die Polizisten sind nur zeitweise auf dem Gelände. Ihre Station ist in Gießen.

von Michael Rinde

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