Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Jugendliche lassen sich von Mutter zum Drogenkauf fahren

Kirchhain Jugendliche lassen sich von Mutter zum Drogenkauf fahren

Die Zeugin, die Licht ins Halbdunkel bringen sollte, blieb der Verhandlung am Dienstag fern. Daher wird der Prozess gegen einen mutmaßlichen Drogenhändler nächste Woche fortgesetzt.

Voriger Artikel
Straßenbau macht Nahwärme günstig
Nächster Artikel
Richter sieht Mitverschulden der Bahn

Weil sie die Verhandlung am Dienstag verpasste, wird eine 18-jährige Zeugin beim nächsten Termin polizeilich vorgeführt.

Quelle: Florian Lerchbacher

Kirchhain. Für 10 bis 20 Euro soll ein 27-Jähriger im Dezember 2008 in Kirchhain Haschisch an drei Minderjährige verkauft haben. Konkret belastet wurde der Fronhäuser, der die Anschuldigung von sich weist, während der Verhandlung am Dienstag nicht.

Ein 16 Jahre alter Zeuge konnte sich mal mehr mal weniger an einen Drogendeal erinnern: Der Rauschenberger, der beim Haschischkauf 14 Jahre alt war, erklärte nach mehrfacher Nachfrage, er habe den Angeklagten an einem Abend in Kirchhain zwar in einer Gruppe getroffen. Von wem er damals Drogen kaufte, wusste er am Dienstag angeblich aber nicht: „Von einem seiner Kumpel“, war seine Aussage mit Blick in Richtung des 27-Jährigen. Auf Nachfrage des Verteidigers wollte er sich aber nicht einmal mehr sicher sein, dass der Angeklagte überhaupt vor Ort gewesen sei.

Seine Mutter hatte ihn und eine 14- sowie eine 15-Jährige nach dem Kino aus Marburg nach Kirchhain gefahren. Die drei Jugendlichen hatten die Frau getäuscht und erklärt, sie wollten noch DVDs von einem Freund holen. Dann jedoch trafen sie eine Freundin, die ihnen angeblich Drogen besorgen wollte. Dieser Versuch sei fehlgeschlagen. Später hätten sie allerdings in einer Gruppe gestanden, sich über Verschiedenes unterhalten, und am Ende kaufte der inzwischen 16-Jährige Haschisch. „Ich habe mich mit allen unterhalten. Sie waren nett, und am Ende hatte ich auch noch etwas zu rauchen. Das war ein komischer Abend“, erinnerte er sich.

Angeblich entfallen ist ihm jedoch, von wem er die Drogen hatte. Als mithilfe der Staatsanwältin alle Personen namentlich benannt worden waren, die an dem Abend in der Gruppe gestanden haben sollen, war einzig die Identität des „Kumpels“ und vermeintlichen Drogenverkäufers offen.

von Florian Lerchbacher

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der Printausgabe der OP und bereits am Dienstagabend auf Ihrem iPad.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr