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Josbachs neue Mitte kann kommen

Die höchsten Hürden sind überwunden Josbachs neue Mitte kann kommen

Zwei Jahre lang hing die Umgestaltung des Josbacher Ortsmittelpunktes in der Warteschleife. Jetzt besteht die Chance, das Ankerprojekt der Dorferneuerung doch noch umzusetzen - auf den letzten Drücker.

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Läuft alles nach Plan, sind die Tage des Fachwerkhauses Alte Heerstraße 16 gezählt. Das verwaiste Gebäude soll abgerissen und einer Grünfläche mit Sitzgruppen weichen. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Der Josbacher Arbeitskreis Dorferneuerung hatte schon frühzeitig ein Konzept für die Neugestaltung des Dorfmittelpunktes entworfen. Voraussetzung: Der Ankauf und Abriss des inzwischen seit knapp 25 Jahren leer stehenden Fachwerkhauses Alte Heerstraße 16, um so eine direkte Sichtbeziehung zwischen Pfarrhaus und Kirche zu schaffen und das ungepflegte, nur 213 Quadratmeter große Grundstück zu einer treffpunktartigen Grünfläche zu gestalten. Zweiter Wunsch der Dorferneuerer: Die Entschärfung des wahrhaft historischen, aber nach Setzungen auch richtig gefährlichen Basaltpflaster sdes steil zur Kirche führenden Herscheidswegs.

Ins Stocken geriet das Projekt 2012, als der Denkmalschutz - für die Josbacher Protagonisten damals überraschend - seine Zustimmung zum Abriss verweigerte, um ein Jahr lang zu versuchen, für das Haus einen Käufer zu finden. Ohne Erfolg.

Diese Hindernisse sind nun gerade noch rechtzeitig - die Dorferneuerung in Josbach läuft in diesem Jahr aus, genehmigte Projekte müssen 2015 abgeschlossen sein - aus dem Weg geräumt. Wie Bürgermeister Michael Emmerich (CDU) auf OP-Anfrage berichtete, ist der Eigentümer jetzt bereit, das Haus nebst Grundstück für 5000 Euro an die Stadt zu verkaufen. Zudem liege die Abrissgenehmigung vor. Allerdings muss das Parlament noch zustimmen.

Auf dem Grundstück soll eine Grünfläche mit Ruhebänken und Infotafeln entstehen, erklärte Emmerich, der als Josbacher Ortsvorsteher bis zu seiner Wahl zum Bürgermeister eng mit dem Projekt verbunden war. Auf den Infotafeln könnten das Nahwärmeprojekt des Bioenergiedorfs Josbach und die Geschichte der Alten Heerstraße dokumentiert werden, sagte Emmerich, der die Gesamtkosten mit 85800 Euro bezifferte. Ein Teil der Arbeiten könne von der Dorfgemeinschaft in Eigenleistung erbracht werden.

Auch für den Problemfall Herscheidsweg sei eine Lösung gefunden worden. In das alte Basaltpflaster werde ein etwa 1,20 Meter breites Band aus einem besser begehbaren Natursteinpflaster eingelassen. Allerdings müsse das komplette alte Pflaster wegen der Rinnen und Rillen entfernt und dann neu verlegt werden, sagte der Bürgermeister, der die Gesamtkosten für dieses Vorhaben mit 89000 Euro angab. Diese Pflasterarbeiten müssten weitgehend durch eine Fachfirma erledigt werden; Eigenleistungen seien nur sehr begrenzt möglich .

Die Wi-Bank beteiligt sich im Zuge der Dorferneuerung mit 115000 Euro an der Umgestaltung der Ortsmitte. 100000 Euro finden sich für dieses Vorhaben im Rauschenberger Haushalt 2014.

Mit diesem Thema befasst sichdie Stadtverordnetenversamm-lung am Montag, 31. März, ab 20 Uhr im Dorfge-meinschaftshaus Albshausen. tagt.

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