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Jetzt steht auch der Richtkranz

Feuerwehrgerätehaus Jetzt steht auch der Richtkranz

Das Richtfest bildet eine Zäsur auf dem Weg zum fertigen Gebäude. Beim künftigen Hatzbacher Feuerwehrgerätehaus stand dieser "Meilenstein" am Montag an.

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Als nächstes wird beim Feuerwehrgerätehaus Hatzbach das Dach fertiggestellt. Die Fahrzeughalle bietet in Zukunft dann ausreichend Platz. Rechtes Foto: Gerhard Eurich spricht den Richtspruch. Fotos: Michael Rinde

Quelle: Rinde

Hatzbach. Der Rohbau steht, jetzt ist schon für jeden erkennbar, wie groß das Feuerwehrgerätehaus Hatzbach in Zukunft sein wird. Ein Kontrast zum jetzigen Domizil, der früheren Maschinenhalle, die noch Quartier der Hatzbacher Wehr bleibt. Am Montagnachmittag feierte die Stadt zusammen mit der Wehr und zahlreichen Gästen Richtfest. Dank moderner Bautechnik ist es in Hatzbach seit dem Spatenstich im Mai zügig vorangegangen.

Die erfreulichste Botschaft für alle Beteiligten hatte Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi gleich zu Beginn des Festes parat: „Wir liegen bisher genau im Zeit- und Kostenplan“. Es wird also aller Voraussicht nach bei rund 700000 Euro Baukosten bleiben. Im Januar nächsten Jahres, so das erklärte Ziel, soll Hatzbachs Feuerwehr einziehen.

Den Richtspruch übernahm der Chef des Bauunternehmens, das den Rohbau fertiggestellt hat, Gerhard Eurich aus Laubach. In seinem Spruch waren viele gute Wünsche enthalten, auch eine Erinnerung daran, dass sämtliche Feuerwehrleute freiwillig ihren Dienst für die Allgemeinheit versehen. „Möge das neue Haus beim Anblick für alle Hatzbacher eine Beruhigung sein“, sagte Eurich unter anderem. Somogyi hatte kurz daran erinnert, dass zwischen Beginn der Überlegungen und dem Richtfest zeitlich gesehen eine lange Wegstrecke lag. Die Planungen hätten im April 2013 begonnen. „In der Politik vergehen dann ein bis zwei Jahre, das ist der normale Gang“, sagte Somogyi. Allerdings war dem schon die Diskussion der Frage nach einem gemeinsamen Feuerwehrgerätehaus für die Hatzbacher und Erksdorfer Wehr vorausgegangen.

Einige Gäste waren am Montagnachmittag besonders froh - die künftigen „Bewohner“ des Gerätehauses. „Für uns ist das ein erfreulicher Tag“, sagte Wehrführer Thorben Knoch im Gespräch mit der OP. Er freue sich, dass der Neubau jetzt so schnell vorangehe. Im Moment arbeitet die Hatzbacher Feuerwehr mit einem Provisorium. Ihr neues Fahrzeug ist eigentlich zu groß für das alte Gebäude. Nach Ausräumen von Ausrüstung und Material lässt sich das Fahrzeug auf den Millimeter genau in die frühere Maschinenhalle setzen. Platz gibt es jetzt endgültig dort keinen mehr.

Altes Gerätehaus„am Leben gehalten“

Das alte Gerätehaus hatte die Wehr erst vor zehn Jahren in Eigenleistung wieder „überlebensfähig“ gemacht. Sie legte das Gebäude rundherum frei, um das Feuchtigkeitsproblem zu lösen. Dabei hatte sich herausgestellt, dass das Haus auf keinem richtigen Fundament ruht. Das Dach ist bis heute unverändert. Nach Fertigstellung des Neubaues soll das alte Gebäude abgerissen werden.

Personell geht es der Feuerwehr Hatzbach aktuell gut. 24 Mitglieder zählt die Einsatzabteilung, 14 Kinder und Jugendliche gehören zur Jugendfeuerwehr. „Die Arbeit, die unser Jugendwart Marco Sommer macht, zahlt sich einfach aus“, sagt Wehrführer Knoch.

Bereits jetzt ist klar, dass es auch im Neubau enger zugehen könnte angesichts der Stärke der Hatzbacher Feuerwehr. Der Neubau bekommt Umkleiden, Duschen, eine ausreichend große Fahrzeughalle von 75 Quadratmetern und einen Schulungsraum.

Der Neubau in Hatzbach ist das erste von drei Projekten am Gebäudebestand der Stadtallendorfer Feuerwehren. Als nächstes folgt der Neubau für die Erksdorfer Feuerwehr. Dieses Projekt finanziert die Stadt über das Darlehen aus dem Kommunalen Investitionsprogramm.

Der größte finanzielle Brocken folgt als letztes, die Sanierung oder der Neubau des Stützpunktes der Feuerwehr Stadtallendorf-Mitte (siehe auch unseren Bericht in der Samstagsausgabe). Somogyi hielt es am Montag für denkbar, dass dort 2018 oder 2019 mit Bauarbeiten begonnen werden könnte.

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