Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 16 ° Regen

Navigation:
Jetzt soll es ein Projektexperte richten

Hallenbad Jetzt soll es ein Projektexperte richten

Es ist seit einiger Zeit klar, dass die Sanierung des Stadtallendorfer Hallenbades länger dauert. Inzwischen wird der 14. Juli 2016 als möglicher neuer Eröffnungstermin genannt.

Voriger Artikel
Aus Spende wächst ein Hochbeet
Nächster Artikel
Immer wieder Vandalismus im Bad

Ein Bauarbeiter richtet eine Betonverschalung. Dort, an der dem Parkplatz zugewandten Seite, entstehen die Stufen für den neuen Ruhe- und Tribünenbereich.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Es dauert, bis die Beton- und Stahlträger des Daches saniert sind, offenbar länger als erwartet. Ansonsten sind Fortschritte erkennbar, die Mauern des künftigen Haupteingangs und Gastronomieteils sind in den vergangenen Tagen in die Höhe gewachsen. Dort, wo in Zukunft Liegestühle stehen werden, sind die Betonflächen gegossen.

Doch es ist seit Längerem klar und allzu offensichtlich, dass das Bad nicht zum Jahreswechsel wiedereröffnet werden kann. Gleich beim Abriss hatte es massive Verzögerungen gegeben, eine neue Trafostation wurde nötig, Grundleitungen mussten unerwarteterweise ebenfalls ausgetauscht werden.

Projektsteuerer aus Bielefeld soll helfen

Zuletzt hatte die Stadt einen Termin im Sommer 2016 angepeilt. Inzwischen gibt es einen konkreteren Zeitplan, wie Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) bei einem Baustellentermin mit der OP erläutert. Juni oder Juli 2016 soll es nun so weit sein, erklärt der Bürgermeister. Bevor es wieder Besucher im Hallenbad geben wird, soll es allerdings zunächst einen Probebetrieb von mindestens vier Wochen geben. „Wenn alles so läuft, wie es der jetzige Zeitplan vorsieht, dann könnten wir am 14. Juli 2016 wiedereröffnen“, wird Somogyi sogar noch konkreter. Das Aktualisieren des Zeitplans passierte auch mit der Hilfe eines neuen Helfers, eines Projektsteuerers. Das Fachbüro aus Bielefeld wird zum Koordinator und Bindeglied zwischen den Planungsbüros und den Stadtwerken als Bauherr. Die Betriebskommission hat den Einsatz eines Projektsteuerers laut Somogyi in ihrer jüngsten Sitzung gebilligt. Jener Projektsteuerer hat bereits einige Erfahrungen mit Schwimmbadsanierungen und Neubauten. Das Fachbüro Constrata soll nicht nur steuern und Wünsche des Bauherrn durchsetzen, sondern auch dokumentieren.

„Das ist für die spätere Durchsetzung von Gewährleistungsansprüchen sehr wichtig“, sagt Somogyi. Doch warum schaltet die Stadt erst jetzt einen solchen Spezialisten ein, nachdem es bereits Verzögerungen und gleich beim Start auch Mehrkosten von rund 400000 Euro gab? „Wir haben erkannt, dass wir mit einem solchen Projekt wie der Hallenbadsanierung an die Grenzen unserer Ressourcen in der Verwaltung kommen“, antwortet Stadtallendorfs Bürgermeister. In der Tat ist diese Baustelle komplex. Im aktuellen Bauzeitenplan sind allein 600 verschiedene Aktivitäten aufgelistet, die Zug um Zug abgearbeitet und auch koordiniert werden müssen. Der Spezialisten-Einsatz hat allerdings auch seinen Preis: 158000 Euro wird der Projektsteuerer die Stadt beziehungsweise die Stadtwerke zusätzlich kosten.

Kosten aktuell im Plan

Nach einer aktuellen Kostenaufstellung rechnet die Stadt derzeit mit Sanierungskosten von 9,1 Millionen Euro. Damit läge die Stadt in dem Rahmen, den die Verwaltung nach den erwähnten Zusatzkosten für die Sanierung genannt hatte. Derzeit sind Leistungen und Arbeiten mit einer Summe von 7,6 Millionen Euro bereits vergeben. Die Verzögerung bei der Fertigstellung hat natürlich auch Folgen für die Vereine, die ihre Ersatzquartiere definitiv sechs Monate länger brauchen werden. „Wir werden mit der Bundeswehr und der Bädergesellschaft in Kirchhain nachverhandeln müssen“, erklärt Somogyi. Er habe einen entsprechenden Auftrag an die Stadtwerke gegeben, Ergebnisse dazu gebe es noch nicht. Betroffen sind unter anderem die DLRG-Ortsgrupppe Stadtallendorf, genauso die Schwimmabteilung des TSV Eintracht Stadtallendorf und auch die Versehrten-Sportgemeinschaft mit ihren Angeboten.

von Michael Rinde

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr