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Jetzt fehlt nur noch das "Feintuning"

Schlossfestspiele Jetzt fehlt nur noch das "Feintuning"

Seit Montag sind acht Mitarbeiter von Depro Concert und sechs Tribünenbauer mit dem Aufbau für die Schlossfestspiele beschäftigt - selbst Regisseur Peter Radestock packt mit an.

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Peter Radestock (von links), seine Frau und Schauspielerin Christine Reinhardt und Regie-Assistent Kai Hofmann packen mit an.

Amöneburg. Amöneburg. „Peter, das musst Du doch nicht machen“, sagt Bernd Sommer zu Peter Radestock, der Stühle in den Container tragen will, der als Umkleideraum für die Schauspieler dienen wird. Für den Regisseur der Schlossfestspiele ist es aber „ganz normal“ mit anzupacken: „Wir sind ein Kleinunternehmen mit vielen Mitarbeitern. Aber manche Dinge muss man auch mal selber machen - ich weiß schließlich, wo die Sachen hinsollen“, sagt er, lässt von den Stühlen ab und räumt Kostüme und Requisiten aus dem Weg.

Für die Schlossfestspiele ist in den vergangenen Tagen auf dem Festplatz so etwas wie ein neuer, kleiner Stadtteil aus Containern entstanden - nicht besonders luxuriös, aber zweckdienlich: mit Umkleide, Werkzeug- und Ersatzteillager, Toilettenwagen und vielem mehr.

Acht Mal schlängelte sich ein Sattelzug dafür durch die schmalen Gassen Amöneburgs und brachte weit mehr als 100 Tonnen Material hinter die Schlossruine - von Gabelstaplern über die mehr als 600 Plätze zählende Tribüne, die Bühne und Bauzäune bis hin zu den Wohncontainern. Hinzu kamen weitere Kleinlastwagen.

"Jeden Tag fällt noch etwas auf"

„Alles kein Problem“, betont Sommer, der gemeinsam mit Peter Bubenheim, dem technischen Leiter von Depro Concert, für den Aufbau zuständig ist. „Das war mal was anderes, als über Landstraßen zu fahren“, kommentiert er die Touren mit dem 40-Tonner - der dank einer Sondergenehmigung des Amöneburger Ordnungsamtes falsch rum durch Einbahnstraßen fahren durfte: „Sonst wäre das auch nicht gegangen“, so Sommer. Einige Teile mussten die Depro-Mitarbeiter zwar auf dem Parkplatz Gollgarten auf kleinere Lastwagen umladen - aber weitaus weniger als in den vergangenen zwei Jahren.

Etwa seit einem Jahr sind die beiden Männer mit den Vorbereitungen beschäftigt für den Aufbau, der am Freitag abgeschlossen werden soll, beschäftigt. Für Donnerstagabend war bereits die erste Probe für „Amadeus“ vorgesehen. „Dann fehlt nur noch das Feintuning“, freut sich Bubenheim und ergänzt: „Aber das gibt es noch bis zur Premiere am 16. Juli. Jeden Tag fällt noch etwas auf, das man optimieren kann.“

Bühne mit Wassertanks gesichert

Wie auf Kommando kommt Radestock um die Ecke und bittet den technischen Leiter, die Füße der Bühne mit Schotter zu bedecken, damit sich das Licht der Scheinwerfer nicht darauf spiegelt - eine Kleinigkeit, die den meisten Zuschauern wahrscheinlich nicht auffallen würde, dem Regisseur jedoch am Herzen liegen.

Wobei auch er natürlich Kompromisse macht: „Das muss man bei einer Freilichtbühne tun“, erklärt er und verweist zum Beispiel auf grell-orangefarbene Sicherheitsgurte, mit denen die Bühne an vier 1000-Liter-Tanks gebunden ist, um fest verankert zu sein. Eingefärbt und somit etwas getarnt werden dürfen diese Gurte nicht, da in ihnen dunkle Fäden verlaufen - zeichnen sich an diesen Schäden ab, müssen die Gurte ausgetauscht werden, erläutert Bubenheim.

Zwölf Männer und zehn Frauen wirken an „Amadeus“ mit, das Depro in Zusammenarbeit mit der Stadt Amöneburg und Regisseur Peter Radestock an der Schlossruine zwischen dem 16. Juli und dem 2. August insgesamt zehn Mal aufführen wird.

von Florian Lerchbacher

Tickets
Karten für die Schlossfestspiele gibt es unter Telefon 06453/912470, im Internet unter www.depro-concert.de und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.
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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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