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Jetzt Baustelle, in Zukunft Ort mit Aufenthaltsqualität

Umbau Jetzt Baustelle, in Zukunft Ort mit Aufenthaltsqualität

Im Schwimmbecken stehen Steinmauern, dem D-Gebäude fehlt das Dach, und eine Treppe führt ins Nichts. An der Amöneburger Stiftsschule sind die Umbauarbeiten in vollem Gange.

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Amöneburg. Wo sonst Schüler toben, stehen derzeit ein riesiger Kran, ein Container für Schutt und diverse Baumaschinen. Seit dem 30. Juni sind Arbeiter damit beschäftigt, die Stiftsschule umzubauen - das war zwar noch während der Schulzeit, doch sie nutzen jede freie Minute. Verschiedene Jahrgänge seien nicht vor Ort gewesen, entsprechend habe der Abriss bereits beginnen können, ohne dass es zu größeren Beeinträchtigungen des Schulbetriebs gekommen sei, berichtet Leiter Hans-Georg Lang.

1,9 Millionen Euro investiert das Bistum Fulda in die Umgestaltung der Stiftsschule. Das Projekt betrifft die Häuser Elisabeth, Domenico-Savio und St. Martin. Ins Erdgeschoss des sogenannten D-Hauses, das derzeit ohne Dach dasteht und dessen Treppe entsprechend ins Nichts führt, kommt eine Mensa samt Speiseräumen, die bis ins St.-Martin-Haus reichen. Offen und schön gestaltet sollen sie sein, und natürlich Aufenthaltsqualität bieten, da sie auch noch als Begegnungsraum für Oberstufenschüler geplant sind. „Cook and chill“ lautet das Motto, so Lang, der sich freut: „Das ist der älteste Teil der Schule. Es ist gut, dass da mal Hand angelegt wird.“ Ins Elisabeth-Haus kommt ein Zugang für Lieferanten mit angrenzendem Lagerraum. „Das ist eine logische Anordnung: Anliefern, lagern, kochen, ausgeben, essen“, erläutert der Schulleiter.

Ins Obergeschoss kommt eine Mediathek. Ein ursprünglich angedachtes Vollgeschoss hat das Bistum aus Kostengründen gestrichen.

Stattdessen kommen Gauben ins das neue Dach, sodass der Raum zwar nicht an Fläche, aber an Volumen gewinnt. Dort findet die neue Mediathek mit rund 30 Computer-Arbeitsplätzen ihre Heimat. Daran angrenzen (in Richtung Elisabeth-Haus) wird ein Raum für stilles Arbeiten, auf den wiederum ein Präsentationsraum folgt.

Aufgeben muss die Schule ihr altes Schwimmbad, das zwar eine Besonderheit, gleichermaßen auch ein Kostenfresser ist. „Das ist die Kröte, die wir schlucken mussten“, sagt Lang und ergänzt mit einem verschmitzten Grinsen: „Die Trauerarbeit leisten wir aber gerne.“ Die Schule verliert diesen Raum aber auch nicht: Dorthinein kommt eine Gymnastikhalle, die sich auch für Kampfsportarten und Kletterabenteuer eignet. Den Schwimmunterricht verlegt die Stiftsschule dann nach Stadtallendorf ins Hallenbad - das sich allerdings derzeit auch mitten in der Sanierung befindet.

Vor dem D-Gebäude will die Schule ebenfalls die Fläche umgestalten, um Schülern dort den Aufenthalt so bequem wie möglich zu machen. Der Arbeitskreis Mensa beschäftigt sich derweil mit der Innenausstattung des neuen Angebots, die Fachschaft Sport mit der Ausstattung der Gymnastikhalle.

Zehn Jahre dauerte es von den ersten Gedanken an bis zur Umsetzung des Umbaus, berichtet Lang und fügt hinzu: „Die Kunst ist es, im Bestand zu bauen. Auf der grünen Wiese ist vieles einfacher - und vor allem billiger.“

Das ganze kommende Schuljahr über werden die Bauarbeiten andauern - dann allerdings wird der Kran nicht mehr auf dem Schulgelände, sondern der angrenzenden Straße stehen.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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