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Jeder eingenommene Euro fließt in soziale Projekte

Kleiderstube Jeder eingenommene Euro fließt in soziale Projekte

Auf den Tag genau 15 Jahre nach der Eröffnung ihres kleinen Lagers lud die Kirchhainer Arbeiterwohlfahrt in die inzwischen ausgeweitete Kleiderstube ein.

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Lili Bendel (links) berät eine Kundin der AWO-Kleiderstube in Kirchhain.Foto: Yanik Schick

Kirchhain. Beim Betreten des Ladens, der vom Ortsverband Kirchhain der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in der Borngasse betrieben wird, fällt vor allen Dingen eins ins Auge: das breite Angebot. Im vorderen Verkaufsraum lagern die zahlreichen Textilien, die der Sozialverband ausschließlich von Gönnern erhält. „Wir bekommen sogar viele Neuwaren“, schwärmt der Vorsitzende des AWO-Kreisverbands Marburg-Biedenkopf und Stellvertretende Vorsitzende beim Verein in Kirchhain, Hans-Heinrich Thielemann, beim Anblick der gefüllten Garderoben und Regale.

Im hinteren Bereich bietet die AWO Bücher, Schul- und Spielutensilien für Kinder und sogar Küchengeschirr an. Dabei zahlen die Kunden, egal für welche Ware, nie mehr als fünf Euro, betont Thielemann. Den Umsatz des Ladens investiert der Kirchhainer Ortsverein in soziale Projekte und Einrichtungen.

Entwickelt wurde dieses Konzept vor eineinhalb Jahrzehnten. Durch die Mitglieder Heinz Liebig und Karl Kornmann forciert, begann die AWO damit, gespendete Kleider kostengünstig zu verkaufen.

„Damals war die Hemmschwelle, den Laden zu betreten, schon sehr groß“, erinnert sich Lili Bendel, eine der 15 Ehrenamtlichen, die in der Kleiderstube mit anpacken. „Dabei haben wir ein gutes Angebot, es braucht sich keiner zu genieren“, weiß die Verkäuferin.

Fast 100 Interessierte strömten am Tag der offenen Tür in das Geschäft, das regulär dienstags, donnerstags und samstags für jeweils drei Stunden geöffnet hat.

„Es ist ein Angebot für alle Bürger in Kirchhain“, sagt Hans-Heinrich Thielemann, der in den vergangenen Jahren eine Tendenz zum steigenden Bedarf der Bürger an Hilfe seitens der AWO-Kleiderstube festgestellt habe. „Grundsätzlich würde ich mir natürlich wünschen, dass es weniger werden, aber wenn wir den Leuten helfen können, tun wir das gerne.“

von Yanik Schick

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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