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"Jeder Abend ist ein Höhepunkt"

Neue Närrische Hoheiten für Stadtallendorf "Jeder Abend ist ein Höhepunkt"

Für Prinzessin Nina I. beim Stadtallendorfer Karnevalsverein FCKK ist ein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen. Ihrem Freund und Prinzen Marc I. ist sein neues Amt auf den Leib geschneidert.

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Das sind die frisch inthronisierten närrischen Herrscher: Prinz Marc I. und seine Prinzessin Nina I. führen den FCKK in der begonnenen Kampagne.

Quelle: Angelo Bonafede

Stadtallendorf. Sie hat in allen Garden ihres FCKK mitgetanzt, sie ist noch immer bei den „Feuerhexen“ aktiv und sie ist eine versierte Nachwuchstrainerin. All das mit reichlich Narrenblut in den Adern. Wer Nina Hammerschmidt, seit Samstag Prinzessin Nina I., erlebt, der merkt das. Der „Schalk“ sitzt ihr durchaus hartnäckig im Nacken.

Sie musste nicht lange nachdenken, als ihr Amt und Würde der Prinzessin angetragen wurde. „Ich bin mit diesem Verein großgeworden, habe mit meinem dritten Lebensjahr angefangen“, sagt sie. Kein Wunder, ihre Mutter Andrea hatte das Prinzessinnenamt vor ihr inne.

Bei Prinz Marc I., im bürgerlichen Leben Marc-Christoph Dewner, sprang der Funke innerhalb der vergangenen Kampagne über. Prinz und Prinzessin sind auch privat ein Paar, da bedurfte es keiner langen Überredung mehr. Lachen ist auch für ihn ein Muss, eine Grundvoraussetzung für einen wahren Narren und erst recht für einen Stadtallendorfer Karnevalsprinzen von Format. „Und für Quatsch und Unsinn bin ich auch immer zu haben“, merkt er an. Natürlich haben beide auch, wie beim FCKK Tradition, noch hoheitliche Beinamen, die auch viel über sie verraten. „Strahlende Trainerin der akrobatischen Tänze in langer Tradition, reitende First Lady des hofeigenen Rosses, ihre Lieblichkeit Nina I.“, heißt der volle Titel der Prinzessin. Nina Hammerschmidt ist begeisterte Reiterin mit eigenem Pferd, der übrige Teil ihres Namens weist auf ihre Tanzleistungen hin.

„Alarmbesessener Herrscher aus dem Unternehmen der ­Sicherheit, Lord of Sound and Light, seine Hoheit Prinz Marc I.“, lautet der Titel des Prinzen. Er arbeitet als Projektleiter und Elektromeister bei der Stadtallendorfer Hubert Müller GmbH, einem Unternehmen, das Alarmtechnik installiert.

Zu Freundschaften im realen Leben animieren

Außerdem ist er an zwei anderen kleinen Unternehmungen beteiligt. Er betreibt ein kleines Unternehmen für Veranstaltungstechnik und ist bei einer Haltung von Hochlandrindern beteiligt. „Und jetzt kümmere ich mich um ein närrisches Projekt, ich bin ganz elektrisiert“, sagt Prinz Marc I. Auf was freuen sich die beiden besonders, mal abgesehen von der großen Prunksitzung des FCKK am 11. Februar? „Jeder Abend ist für mich ein Höhepunkt“, betont Prinzessin Nina I. Für sie geht eben gerade ein Traum in Erfüllung.

Zumal der Zeitpunkt für die 25-Jährige optimal ist. Die gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin beendet im Januar­ ihr Studium des Pflege- und Case­managements in Frankfurt. Unmittelbar danach kommt der Höhepunkt der Kampagne 2016/2017. „Für mich war gleich klar, jetzt oder nie“, sagt Nina I.

Sie ist sich sicher, dass sie auch alle anderen Aufgaben im Verein weiterhin schafft. So baut sie gerade als Trainerin ein weiteres Funkenmariechen auf, ganz im Sinne der Nachwuchsförderung. Ihr Prinz hatte dazu eine tolle Idee. Er sponsert dem Mariechen des FCKK ein anderes Kostüm, das jetzt denen des Prinzenpaares entspricht.

Außerdem wird sie bei den „Feuerhexen“ weitertanzen und sie gemeinsam mit Johanna ­Nasemann auch trainieren, ganz wie gewohnt.

FCKK mit Motivwagen bei Karnevalsumzügen dabei

Prinz Marc I. erzählt von einer Neuerung: Nach langer Pause wird der FCKK wieder mit ­einem eigenen Motivwagen an Karnevalsumzügen teilnehmen können. „Den sponsert Michael­ Deuker von Depro“, berichtet er. Und so wird der FCKK in den nächsten Monaten noch ein wenig präsenter sein als ohnehin schon, zum Beispiel beim Karnevalsumzug in Gemünden (Wohra).

Ein besonderes Motto haben­ sich die närrischen Hoheiten nicht gegeben, aber Nina I. hat sich etwas vorgenommen, was sie gerne vermitteln möchte. „Wir wollen Menschen dazu animieren, das Handy mal wegzulegen, dem Alltag zu entfliehen und wieder von Mensch zu Mensch Freundschaften zu knüpfen“, sagt die frischgebackene Prinzessin. Das gehe ohne Geld und in der realen Welt - im Kontrast zur ausufernden Online- und Mobilfunkwelt mit sozialen Netzwerken und SMS.

von Michael Rinde

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