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Jagdgenossen sagen Nein

Brückensanierung Jagdgenossen sagen Nein

Wohratals Gemeindevorstand entscheidet demnächst, wie die Brücke in der Gemündener Straße in Wohra saniert wird. Es geht um die Frage nach der kleinen, preiswerten oder einer großen, aufwändigeren Lösung.

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Warnbaken und Schotterhaufen verhindern, dass Fahrzeuge die Bentreff-Brücke in der Gemündener Straße passieren können. Vorher wurde das Verbot offenbar missachtet.

Quelle: Michael Rinde

Wohra. Schotterhaufen samt Warnbaken versperren seit Ende vergangenen Jahres die Brücke über die Bentreff in der Gemündener Straße in Wohra. Mit dieser ungewöhnlichen Absperrmethode verhindert die Gemeinde, dass Fahrzeuge, insbesondere Lastwagen oder Busse die sanierungsbedürftige Brücke passieren (die OP berichtete).

Zuletzt hatte es über die Brückensanierung Diskussionen gegeben, weil eine einfachere Variante im Gespräch ist. Sie kostet „nur“ 66000 Euro und macht die denkmalgeschützte Brücke wieder wetterfest. Allerdings könnten danach nur noch Fußgänger und Radfahrer über die Brücke gelangen. Eine lange Zeit bereits geplante Grundsanierung ist zuletzt mit rund 230000 Euro veranschlagt worden. Das wäre aus Sicht des Gemeindevorstandes aber nur sinnvoll und denkbar gewesen, wenn es einen Zuschuss der Jagdgenossenschaft Wohra/Hertingshausen gegeben hätte.

Besonderes Abstimmungsergebnis

Den gibt es aber nicht, wie sich bei der Hauptversammlung der Jagdgenossenschaft entschied. Der ursprüngliche Antrag auf einen Zuschuss von einem Drittel der Kosten sei gleich abgelehnt worden, erklärte Bürgermeister Peter Hartmann (parteilos). Beim Antrag auf eine „angemessen scheinende“ Beteiligung ist es laut Hartmann wohl zu einem besonderen Abstimmungsergebnis gekommen. Es gab offenbar Ja-Stimmen und Enthaltungen; bei der Jagdgenossenschaft werde aber eine Enthaltung wie eine Nein-Stimme gewertet, erklärte Hartmann gegenüber dieser Zeitung.

Bei der jüngsten Haupt- und Finanzausschuss-Sitzung erklärte Hartmann, dass der Gemeindevorstand jetzt endgültig über die Sanierungsvariante entscheiden wird. „Bisher neigte der Gemeindevorstand zur kleineren Variante“, sagte Hartmann auf Nachfrage der OP.

Weitere Brücken sollen saniert werden

Sollte sich das Gremium so entscheiden, könnte auch kurzfristig mit einer Herrichtung der Brücke für Fußgänger gerechnet werden. Nach Ende dieser kleinen Sanierung sollen aber dann keine Schotterhaufen mehr als Hindernis für Fahrzeuge dienen, sondern wahrscheinlich Poller. Seit dem Haushalt 2014 gibt es seitens der Gemeindevertretung ein O.K. für eine Kreditaufnahme für die große Sanierungsvariante. Doch angesichts der schon vorhandenen Kreditlast der Gemeinde war die Version der Teilsanierung entstanden, zumal es alternative Strecken gibt. „Auch die kleine Variante müssten wir durch Kreditaufnahme finanzieren. Aber es wäre halt ein deutlich geringerer Betrag“, sagt Hartmann im Gespräch mit dieser Zeitung. In diesem und im nächsten Jahr wird die Gemeinde Wohratal im Übrigen wie geplant weitere Brücken in ihrem Gebiet sanieren: In diesem Jahr stehen 19000 Euro für Arbeiten an der Eisenbahnbrücke in Richtung Langendorf im Etatentwurf.

Weitere 53000 Euro sind im Jahr 2016 für die Eisenbahnbrücke in Wohra am Feldweg in Richtung Heimbach und des Durchlasses über den Wadebach vorgesehen.

von Michael Rinde

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