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Italiener reisen eigens zum Fest an

Oktoberfest in Wohra Italiener reisen eigens zum Fest an

Das Oktoberfest samt Festumzug erfreute sich in Wohra regen Zuspruchs. Ein Teil der Besucher war sogar extra aus dem Nordwesten Italiens angereist.

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Die Trachtenkapelle Wohratal hatte eine befreundete Gruppe zu Gast.

Quelle: Yanik Schick

Wohra. Dirndl und Lederhosen liegen auch in Wohra absolut im Trend. Etwa 450 Wiesn-Fans und Feierlaunige kamen in der Hofreite zusammen - viele davon in original bayerischer Tracht. Die beiden ausrichtenden Vereine, die Trachtengruppe und die Trachtenkapelle, freuten sich über den zahlreichen Besuch - gerade aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit, in denen der Zuspruch mau war. „In den zurückliegenden beiden Jahren war das Wetter relativ schlecht. Das hat die Stimmung schon gedrückt“, erinnerte sich die Vorsitzende der Trachtengruppe, Hannelore Keding-Groll. Es sei deshalb geradezu „gigantisch“, wie viele Leute zur diesjährigen Auflage des Oktoberfests gekommen seien.

Schon für den traditionellen Festumzug am frühen Abend hatten sich viele Wohraer begeistert. Das Oktoberfest selbst bot den Besuchern aber nicht nur bayerisches Ambiente, sondern gleichzeitig auch italienische Orchestermusik. Eine 48-köpfige Delegation aus der westlich von Turin gelegenen Gemeinde Chiusa di San Michele war extra angereist. Deren Musikvereinigung Societa Filarmonica Chiusina unterhielt das Publikum am Abend in Abwechslung mit der Wohraer Trachtenkapelle.

Deutschland ist ein "wunderschönes Land"

Seit nunmehr 26 Jahren besteht eine Freundschaft zwischen den Vereinen, deren Vertreter sich einst auf einem Festival kennengelernt hatten. „Es ist wichtig, dass wir als Verein auch einmal ins Ausland kommen“, sagte die Studentin Giulia und betonte: „Denn für uns ist es eine gute Möglichkeit, junge Leute kennenzulernen und ein bisschen Party zu machen.“ Ihrer Meinung zufolge sei Deutschland noch dazu ein „wunderschönes Land“.

Da traf es sich für die Gäste aus Chiusa gut, dass Trachtengruppe und Trachtenkapelle aus Wohra ein buntes Programm abseits des Oktoberfests auf die Beine gestellt hatten. „Uns ist wichtig, dass sie nicht nur unseren Ort zu sehen bekommen, sondern die ganze Umgebung“, erklärte Hannelore Keding-Groll. So hatten die heimischen Vereine am Tag vor dem Oktoberfest eine Wanderung durch die Region sowie einen Begrüßungsabend in Langendorf organisiert, später fuhr der Tross durch Marburg und besichtigte eine Brauerei in Schwalmstadt. Drei Tage blieben die Italiener in Wohra. „Es ist mehr als eine musikalische Verbindung“, sagte Keding-Groll.

von Yanik Schick

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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