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Institution wird Ehrenortsvorsteher

Hohe Auszeichnung für Winfried Kläs Institution wird Ehrenortsvorsteher

Seit Freitag ist Winfried Kläs Ehrenortsvorsteher von Emsdorf. Kirchhains Stadtverordnetenvorsteher Klaus Weber überreichte dem langjährigen Kommunalpolitiker die Ernennungsurkunde.

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Stadtverordnetenvorsteher Klaus Weber (links) überreichte dem Emsdorfer Ehrenortsvorsteher Winfried Kläs (Mitte) die Urkunde. Emsdorfs Ortsvorsteher Winfried Fritsch gratulierte seinem Amtsvorgänger.

Quelle: Matthias Mayer

Emsdorf. Schon in jungen Jahren engagierte sich Winfried Kläs für das Gemeinwesen in dem hochgelegenen Kirchhainer Stadtteil. Während seiner 22 Jahre im Amt des Ortsvorstehers stieg der Fünfziger mit der freundlichen Ausstrahlung zu einer Emsdorfer Institution auf. Vermutlich wäre er heute noch Ortsvorsteher, wenn nicht 2014 eine inzwischen überstandene Krankheit seinen Amtsverzicht erforderlich gemacht hätte.

Klaus Weber (SPD) hatte im Ältestenrat der Stadtverordnetenversammlung die Ehrung für den Emsdorfer vorgeschlagen, die letztlich am 11. Juli von den Stadtverordneten beschlossen wurde. Der Stadtverordnetenvorsteher würdigte das kommunalpolitische Engagement des Emsdorfers, das 1989 mit der Wahl in den Ortsbeirat begann. Schon drei Jahre später wurde er als Ortsvorsteher an die Spitze des Gremiums gewählt.

Klaus Weber erinnerte an einige Projekte, die von Winfried Kläs in Emsdorf begleitet wurde: Den Sportplatz, den Neubau des Kindergartens, den lang ersehnten Ausbau der Kreisstraße zwischen Kirchhain und Emsdorf, verschiedene Bauleit-Verfahren, den Windpark, Vorhaben für Feuerwehr und Schützenverein und auch die Umgestaltung der Burgholzer Straße mit altem DDR-Pflaster, die sich letztlich als zu korrigierender Rohr­krepierer erwies.

22 Jahre war Kläs Ortsvorsteher in Emsdorf

Für sein langjähriges kommunalpolitisches Engagement sei Winfried Kläs vom Magistrat mit den Ehrenplaketten in Bronze, Silber und Gold und vom Land Hessen mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet worden. Er sei froh, dass es in Kirchhain mit der Verlegung der Ehrenortsvorsteher-Würde eine weitere Möglichkeit gebe, für kontinuierliches ehrenamtliches Wirken auch mal Danke sagen zu können.

Winfried Kläs, der nebenbei seit 26 Jahren ununterbrochen dem Verwaltungsrat der Emsdorfer Kirchengemeinde angehört, zeigte sich über die Auszeichnung sehr erfreut. Die 22 Jahre im Amt des Ortsvorstehers seien nicht immer leicht gewesen. „Manchmal war es schwer, einen Konsens im Ortsbeirat und im Dorf zu finden, so beim Verkauf der Alten Schule“, erinnerte Kläs. Letztlich habe es aber immer Spaß gemacht, denn er habe in Zusammenarbeit mit dem Ortsbeirat und dem Dorf sehr viel bewegen können. Einen großen Anteil an der Entwicklung des Dorfes schrieb er der intakten und tatkräftigen Dorfgemeinschaft zu. Und ausdrücklich schloss er dabei die Emsdorfer Jugend mit ein. Der Jugendclub sei ein großes Thema gewesen - besonders dessen Ansiedlung mitten im Dorf neben der Feuerwehr. Diese Entscheidung sei ein Glücksfall gewesen, denn die Jugendlichen fühlten sich nicht an den Rand gedrängt, sondern mittendrin. „Die jungen Leute übernehmen bereitwillig Aufgaben, kommen zu uns und fragen ,wo können wir helfen?‘“, stellt Kläs zufrieden fest.

Dessen Nachfolger ist Winfried Fritsch, der mit seinem Vorgänger als stellvertretender Ortsvorsteher eng zusammengearbeitet hatte. Er würdigte die konstruktive Zusammenarbeit mit seinem Vorgänger und dem Gremium, das fast immer einstimmig votiert habe.

von Matthias Mayer

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