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Inhaftierter schweigt weiter

Ermittlungen Inhaftierter schweigt weiter

Ende April gelang der Polizei die Festnahme eines 18-Jährigen im Zusammenhang mit der Brandserie in Stadtallendorf . Er ist zumindest was die Brände in der Georg-Büchner-Schule angeht, weiterhin dringend tatverdächtig und bleibt in Untersuchungshaft.

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Im März war die Feuerwehr wegen einer Brandstiftung in der Schillerstraße im Einsatz.

Quelle: Michael Hoffsteter

Stadtallendorf. Am 24. April hatten Polizei und Staatsanwaltschaft die Festnahme eines 18-Jährigen öffentlich gemacht. Gegen den Mann wurde Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts erlassen (die OP berichtete seinerzeit ausführlich). Er steht aufgrund einer DNA-Spur am Tatort unter Verdacht, die Brände in der Stadtallendorfer Georg-Büchner-Schule vom 10. März gelegt zu haben. Seit seiner Festnahme schweigt der 18-Jährige.

Daran hat sich zwischenzeitlich auch nichts geändert, wie Nicolai Wolf, Sprecher der Marburger Staatsanwaltschaft, gestern auf Anfrage der OP erläuterte.

Von großem öffentlichen Interesse ist natürlich die Frage, ob der Mann möglicherweise auch für weitere Brand­stiftungen aus der beispiellosen Serie in ­Stadtallendorf verantwortlich gemacht werden kann. „Hierzu dauern unsere Ermittlungen weiter an“, sagte Wolf lediglich.

Insgesamt kam es zwischen ­August vergangenen Jahres und Ende April in Stadtallendorf zu 35 Brandstiftungen, vorwiegend bei Mülltonnen, aber unter ­anderem auch in einem Wohnhaus oder zuletzt an der ­Tennishalle in der Straße des 17.Juni. Ein Mensch wurde beim Brand in der Schillerstraße verletzt. Es entstand bei den Bränden ein Schaden von mehr als 100000 Euro, allein bei der Tennishalle waren es etwa 80000 Euro.

Seit dem Brand an der Tennishalle in der Nacht zum Ostersonntag und der Inhaftierung jenes 18-Jährigen kam es zu keinen weiteren Brandstiftungen, die der Serie zuzuordnen wären. Welche Rolle die Inhaftierung dabei spielt, ist allerdings weiter offen. Staatsanwalt Wolf möchte das nicht kommentieren. „Das ist im Moment reine Spekula­tion“, sagt Wolf.

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