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In einem Jahr gibt es Sonnen-Wärme

Nahwärme Mengsberg In einem Jahr gibt es Sonnen-Wärme

In Mengsberg nimmt das Nahwärmeprojekt weiter an Fahrt auf. Die Bioenergiegenossenschaft und Generalunternehmer Viessmann haben die nächsten Schritte auf den Weg gebracht.

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Zufriedene Gesichter gab es bei Marco Ohme (Firma Viessman, von links), Susanne Wilhelm und Karlheinz Kurz, beide vom Vorstand der Bioenergiegenossenschaft sowie bei Georg Stegemann, ebenfalls Ingenieur bei Viessmann. Foto: Alfons Wieber

Mengsberg. Im künftigen Bioenergiedorf Mengsberg befinden sich die Bauarbeiten kurz vor dem Start. Mit vier Unterschriften unter einer Absichtserklärung wurde die letzte Planungsphase eingeläutet, die zur Ausführung und damit zum langersehnten Baubeginn führt. Der endgültige Trassenverlauf für die Nahwärmeversorgung in Mengsberg wurde ebenfalls jetzt festgelegt.

Die im Nachgang dazu erforderlichen Grundstücksbegehungen erfolgen in Kürze. „Jetzt sind wir wieder einen Schritt weiter. Nun nimmt das Projekt richtig Fahrt auf“, freute sich Mengsbergs Ortsvorsteher Karlheinz Kurz, der sich auch im Genossenschaftsvorstand engagiert, gemeinsam mit den anderen Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern von der Bioenergiegenossenschaft Mengsberg (BEGM) und den Ingenieuren der Firma Viessmann.

Zurzeit blicken alle Beteiligten auf arbeitsreiche Wochen zurück, in denen die Optimierung der Technik und eine neue Wirtschaftlichkeitsberechnung erfolgten. Aufgrund der Wärmelieferverträge, die mit den Mitgliedern abgeschlossen wurden, liegen nun konkrete Wärmeliefermengen vor. Erfreulicherweise gewann die Genossenschaft in dieser Phase auch noch zwei weitere neue Mitglieder hinzu. Parallel zur Planung wurden die Abstimmungen für die erforderlichen baurechtlichen Genehmigungen getroffen. Nachdem die Firma Viessmann, die als Generalunternehmer fungieren wird, die Planung für die Heizzentrale und das Solarthermiefeld erstellt und dem Vorstand der BEGM übergeben hat, wird jetzt das Nahwärmenetz mit den Hausanschlüssen endgültig ausgeplant.

Dafür werden zunächst bei allen Häusern, die an das Nahwärmenetz angeschlossen werden, detaillierte Aufzeichnungen der örtlichen Gegebenheiten und der geplanten Leitungsführung vorgenommen. Die notwendige Begehung der Grundstücke erfolgt gemeinsam von Mitgliedern der Technikgruppe der BEGM, Ingenieuren der Firma Viessmann, dem Bauleiter der Tiefbaufirma und den Hauseigentümern.

Hausanschluss-Pläne werden abgestimmt

Über die Termine werden die Hauseigentümer rechtzeitig informiert. Nach diesem Plan, der mit den anschlusswilligen Hauseigentümern ausführlich besprochen wird und den sie unterschreiben müssen, werden dann die Hausanschlüsse gebaut.

Noch eine Aussage erfreute die bei der Sitzung Anwesenden. Zum Zeitplan erklärte der Projektleiter, der Diplom-Ingenieur Georg Stegemann, dass aus Sicht der Firma Viessmann einem Start der Wärmeversorgung durch die BEGM mit Winterbeginn 2017/18 nichts im Wege stehe.

Vorgesehen ist, dass nach Möglichkeit zum Jahresende 2017 das erste warme Wasser durch die Rohre fließen und auch die Heizzentrale Mengsberg laufen soll.

nWeitere Entscheidungen: Das Neustädter Stadtparlament hatte sich in seiner jüngsten Sitzung ebenfalls mit den Bioenergieplänen in Mengsberg befasst - und zwar bei zwei formal wichtigen Punkten. Zum einen billigte das Stadtparlament einstimmig die baurechtliche Umwidmung von bisherigen Agrarflächen für die künftigen Solarthermiefelder. Zum anderen genehmigten die Stadtverordneten auch einen notwendigen Grundstückstausch für denselben Zweck.

nKontakt und weitere Informationen: Für Fragen rund um die Nahwärme in Mengsberg findet jeden Mittwoch im Mengsberger Feuerwehrgerätehaus von 18 bis 19 Uhr eine Sprechstunde statt. Darüber hinaus gibt es weitere Informationen auch im Internet unter der Adresse www.begmengsberg.de oder bei Mengsbergs Ortsvorsteher Karlheinz Kurz, Telefon 06692/7550.

von Alfons Wieber

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