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In der Kirche finden "Olé " und "Halleluja" zusammen

Fußball-Gottesdienst In der Kirche finden "Olé " und "Halleluja" zusammen

Einen etwas anderen Gottesdienst erlebten am Final-Sonntag die Wolferoder Kirchenbesucher zur angestammten Zeit. Es ging um die Zusammenhänge zwischen Glaube und Fußball.

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Auch vor dem Altar drehte sich gestern Morgen in der Wolferoder Kirche alles um Fußball und den Zusammenhang mit dem Glauben. Foto: Heinz-Dieter Henkel

Wolferode. Am Sonntag stand die wöchentliche Andacht in Wolferode unter dem Motto „Olé und Halleluja“. Das Interesse war groß. Bereits am Eingang bekamen die häufig in Nationalmannschaftstrikots gekleideten Besucher, darunter viele Familien mit kleinen Kindern, die Deutschlandfarben auf die Wangen gemalt. Und innen durften Fußbälle, Girlanden und Eckfahnen als zusätzliche Accessoires nicht fehlen. Sogar der Altarbehang war diesmal eine Decke, auf der ein Fußballfeld zu sehen war. Bereits vor dem eigentlichen Gottesdienst übte Pfarrerin Anja Fülling zur eigenen Gitarrenbegleitung noch einmal Melodien und Texte der im Vorfeld vom Vorbereitungsteam veränderten Gesangsstücke ein. Die Stimmung war so beim gemeinsamen Beginn überaus entspannt, ohne dass es aber an der nötigen Ernsthaftigkeit fehlte.

„Wir wollen heute vornehmlich Gemeinsamkeiten von Fußball und Glaube herausarbeiten“, gab die mit Fanschal gekleidete Pfarrerin das Ziel des Gottesdienstes vor. Und so verlief der Gottesdienst teils traditionell, teils stark fußballorientiert. In den veränderten Texten von drei Musikstücken ging es um Jubel nach dem Sieg und Trost nach einer Niederlage, es wurde für ein faires Miteinander geworben und dazu aufgefordert einander zu helfen.

Nur in einer gespielten Szene, wo die WM schon mal mit dem Kirchentag verglichen wurde, kam der Wunsch zum Ausdruck, dass Deutschland doch am Abend gewinnen möge - aber das wurde auch gleich wieder eingeschränkt, denn schließlich wünschten sich das die Argentinier ja auch.

Entspannt, zufrieden und familienfreundlich endete der Gottesdienst pünktlich nach einer Fußballhalbzeit, nicht ohne Hinweis auf das abendliche gemeinsame Public Viewing im Sporthäuschen.

von Heinz-Dieter Henkel

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