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In den Stadtwald kommen Douglasien

Forst In den Stadtwald kommen Douglasien

Aus Sturmschäden resultierten gute Erträge bei der Bewirtschaftung des Waldes. Diese Zeit hat nun ein Ende.

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Revierleiter Alexander Wolf (von links) zeigt Nicole Naumann, Uwe Volz und Christian Somogyi an Hand einer Forstwirtschaftkarte die Verteilung der Baumbestände innerhalb der Stadtwaldteile. Lutz Hofheinz schaut zu.Foto: Alfons Wieber

Stadtallendorf. Ein Bild vom Zustand der stadteigenen Waldflächen machte sich Bürgermeister Christian Somogyi zusammen mit den Umweltbeauftragten Nicole Nauman und Uwe Volz von der Stadtverwaltung. Gleichzeitig übergab Lutz Hofheinz, Leiter des Forstamtes Kirchhain, den Stadtwald-Betriebsplan an den Bürgermeister.

140 Hektar Wald - verteilt auf diverse größere und kleinere Einzelflächen in der Kernstadt und in den Stadtteilen - nennt die Stadt ihr Eigen. Diese werden allerdings von der Kommune nicht selbst bewirtschaftet sondern durch die Fachleute von Hessen-Forst nach einem 10 Jahre gültigen Wirtschaftsplan im Auftrag der Stadt verwaltet. Über mehrere Monate hinweg wurde diese Bewirtschaftung im Auftrag von Hessen-Forst überprüft und eine Planung für die kommenden zehn Jahre erstellt. Das sogenannte „Forsteinrichtungswerk“ umfasst unter anderem eine regelmäßige Bestandsaufnahme und die Planungen für die kommenden Jahre.

„Wir haben keine Bedenken, unseren Wald auch für die kommenden zehn Jahre Hessen-Forst anzuvertrauen“, betonte der Bürgermeister. Bereits im Sommer des vergangenen Jahres waren die wichtigsten forstbetrieblichen Ziele mit dem Waldeigentümer abgestimmt worden. Anschließend standen die Inventur- und Planungsarbeiten in den betreffenden Wäldern an.

Konsequente Beachtung findet in den Planungen das Nachhaltigkeitsprinzip: Es wird also nicht mehr Holz geerntet als nachwächst.

Laut Uwe Volz ist für die Kommune - auch aufgrund der vergleichsweise geringen kommunalen Waldfläche von 140 Hektar - weniger die betriebs- und forstwirtschaftliche Nutzung der Waldflächen als vielmehr ihre Bereitstellung als Naherholungsbereiche und als Fläche für die Grundwasserneubildung im Bereich der Entnahmebrunnen des Wasserwerks von Bedeutung. „Der Stadtallendorfer Wald ist kein zusammenhängender Block. Er ist mit seinen vielen Einzelflächen sehr eng verzahnt mit den städtischen Wohn- und Gewerbegebieten. Und das macht den besonderen Reiz der jungen Stadt im Grünen aus“, stellt der Bürgermeister fest.

Vor allem nach der intensiven Holznutzung als Folge der Sturmschäden der vergangenen Jahre ist es den Fachleuten von Hessen-Forst wichtig, dass mit den Holzvorräten künftig gehaushaltet werden muss: „Die finanziellen Überschüsse aus der Holzbewirtschaftung werden sich in den nächsten zehn Jahren in engen Grenzen halten. Unser Schwerpunkt wird in der Aufforstung liegen“, kündigte Lutz Hofheinz an, der Leiter des Forstamtes in Kirchhain.

Dazu verwendet der Landesbetrieb an vielen Stellen Douglasien. „Sie haben einen bestandsregulierenden Charakter und sind sehr windresistent“, erläuterte Alexander Wolf, der für den Stadtwald zuständige Revierleiter. Trotz aller Erhaltungs- und Wiederherstellungsprojekte hält Hessen-Forst aber auch im Stadtallendorfer Stadtwald ein positives Ergebnis bei der Bewirtschaftung für denkbar.

von Alfons Wieber

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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