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In Roßdorf fliegen die Boulekugeln

Neuerung In Roßdorf fliegen die Boulekugeln

Vier Roßdorfer packten an - und die gesamte Großgemeinde profitiert: Mit Unterstützung der Stadt haben Walter Wachtel, Albert Kräling, Gerhard Ried und Roman Jura in ihrem Heimatdorf eine Boulebahn gebaut.

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Mehrere Spieler, mehrere Ziele: Mitglieder des Seniorenbeirates, des RSV-Vorstandes, Helfer des Projektes und der Bürgermeister lassen Kugeln fliegen.Foto: Lerchbacher

Roßdorf. „Die Bahn hat mit 4 mal 15 Metern offizielle Maße und ist Turnier-geeignet“, verkündet Walter Wachtel stolz, während er über den Bau der Bouleanlage hinter dem Sportheim des RSV berichtet. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Seniorenbeirates hatte er das Projekt angestoßen, sich anschließend mit dem Sportverein in Verbindung gesetzt, Helfer gesucht und gefunden und sich dann an die Umsetzung gemacht.

Der Bauhof kümmerte sich um die Erdarbeiten. Albert Kräling und Gerhard Ried halfen beim Aufbringen der zahlreichen unterschiedlichen Schotterschichten, Roman Jura beim Setzen der Randsteine. „Außerdem haben wir rund um die Boulebahn Grün angelegt und bei der Lebenshilfe Bänke gekauft – die wir noch fest installieren müssen“, berichtet Wachtel. Er habe auch über Tische nachgedacht, doch beim Besichtigen anderer Bouleanlagen festgestellt, dass es dort überall ausschließlich Sitzgelegenheiten gebe. Wer nach dem Spiel also noch in gemütlicher Runde zusammensitzen will, muss wenige Meter zurücklegen und es sich am Sportheim bequem machen. Dort können Interessierte sich auch Boulekugeln ausleihen. RSV-Vorsitzender Ludwig Preis appellierte an die Stadt, den Verein zu unterstützen: Die Roßdorfer wollen den Platz hinterm Sportheim pflastern, sie hätten aber gerne Hilfe beim Umbau der Hintertür, damit das Gebäude barrierefrei zugänglich ist.

Bürgermeister Michael Plettenberg bezeichnete die Boulebahn als „eine von vielen guten Ideen des Seniorenbeirats“ und freute sich über die Bereitschaft des RSV, ein Stück Gelände und seine Infrastruktur der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die 3000 Euro an Materialkosten seien gut angelegtes Geld, schließlich fördere das Boulespielen die Kommunikation und die Gesellschaft: „Das große Ziel ist nicht die sportliche Höchstleistung, sondern die Menschen zu verbinden.“ Und so wundert es kaum, dass die Stadt auch in Erfurtshausen – auf dem alten Friedhof – einen Bouleplatz baut.

Von der (noch) in Roßdorf ansässigen AurA gab es zur Einweihung bunte Zielkugeln – damit auch Senioren oder die Kunden der Tagespflegeeinrichtung bei Gastspielen das Ziel gut erkennen können.

Immer donnerstags um 15 Uhr treffen sich Freunde des Boulespiels derzeit an der Anlage – im Anschluss ist das Sportheim für einen gemütlichen Ausklang geöffnet. Bürgermeister und Seniorenbeiratsvorsitzende Hildegard Kräling rufen dazu auf, die Bahn zu nutzen. „Die Regeln sind nicht schwierig“, wirft Wachtel ein und ergänzt, dass noch ein Sonnensegel aufgebaut werden solle, um auch an heißen Tagen einen angenehmen Aufenthalt zu gewährleisten.

von Florian Lerchbacher

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