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In Kirchhain kommt es zum Zweikampf

Bürgermeisterwahl In Kirchhain kommt es zum Zweikampf

Seit Montagabend, 18 Uhr, steht fest, dass es bei zwei Bewerbern für die Kirchhainer Bürgermeisterwahl am 6. März nächsten Jahres bleibt. Für die SPD bewirbt sich Olaf Hausmann. Dietmar Menz (CDU) wurde von dem Parteienbündnis „Kompetenz für Kirchhain“ nominiert, das bisher den nicht mehr antretenden Bürgermeister Jochen Kirchner unterstützt.

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Dietmar Menz (CDU, links) und Olaf Hausmann (SPD) werben mit ihren Unterstützern in den nächsten Monaten um die ­Stimmen der Wähler.

Quelle: Michael Rinde

Kirchhain. Um Punkt 18 Uhr schaute Dirk Lossin von der Kirchhainer Stadtverwaltung ­sicherheitshalber noch einmal in den Rathausbriefkasten.

Doch die große Überraschung ist ausgeblieben, bei der Kirchhainer Bürgermeisterwahl am 6. März nächsten Jahres bewerben sich die beiden bekannten Kandidaten um die Nachfolge von Amtsinhaber ­Jochen Kirchner (parteilos):

Für die SPD tritt deren aktueller Fraktionsvorsitzender Olaf Hausmann an. Der 50-Jährige aus Kirchhain arbeitet als Vertriebsdirektor Deutschland bei einem großen Unternehmen. Hausmann ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit über 20 Jahren ist er kommunalpolitisch engagiert.

Dietmar Menz (CDU), derzeit Erster Stadtrat, kandidiert für das Parteienbündnis „Kompetenz für Kirchhain“ (KfK), das aus CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP besteht. Der 61-jährige Kirchhainer ist Leiter des Raiffeisen-Betriebs in Kirchhain, ist verheiratet und hat vier Kinder und sechs Enkel.

Da es bei zwei Bewerbern für das Bürgermeisteramt geblieben ist wird es aller Voraussicht nach einen einzigen Wahlgang geben. Nur für den äußerst unwahrscheinlichen Fall, dass beide Kandidaten am 6. März exakt die gleiche Stimmenzahl erhielten, käme es am 20. März noch zu einer Stichwahl, wie der stellvertretende Wahlleiter Dirk Lossin am Montag gegenüber der OP erläuterte. Da Dietmar Menz für ein Parteienbündnis antritt, musste er mindestens 74 Unterstützungsunterschriften vorlegen, was ­geschehen ist.

Wahlausschuss entscheidet

Hausmann kandidiert auf Vorschlag einer einzelnen im Stadtparlament vertretenen Partei, weshalb bei ihm diese Vorgabe entfiel. „Nach einer ersten Durchsicht der eingereichten Unterlagen der beiden Kandidaten haben wir keine formalen Fehler festgestellt“, sagt Wahlleiter Lossin. Die endgültige Zulassung von Hausmann und Menz als Kandidaten erfolgt durch den Wahlausschuss der Stadt Kirchhain. Er tagt am 8. Januar ab 14 Uhr im Turmzimmer des Kirchhainer Bürgerhauses. Bei dieser Sitzung fällt auch die Entscheidung über die Zulassung der Listenvorschläge der verschiedenen Parteien für die Kommunalwahl am 6. März.

Etwa 12.700 Bürger sind in der Stadt Kirchhain wahlberechtigt. Das endgültige Wählerverzeichnis, das auch jüngste Umzüge berücksichtigt, wird noch erstellt werden. Bei diesen kommunalen Wahlen sind dabei auch EU-Bürger stimmberechtigt.

Der Gesetzgeber hat exakt festgelegt, in welcher Reihenfolge die verschiedenen Wahlen am Abend des 6. März auszuzählen sind: Zuerst wird feststehen, wer neuer Bürgermeister der Stadt Kirchhain wird. Erst dann folgen die Stimmzettel für das Stadtparlament, den Kreistag und am Schluss die Ortsbeiratswahl.

Bei der Kommunalwahl wird es am 6. März ohnehin nur eine Trendmeldung geben. Es werden zunächst nur die reinen Listenstimmen ausgezählt. Der neue Bürgermeister der Stadt Kirchhain wird sein Amt am 1. August 2016 antreten, einen Tag vorher endet die zweite Legislatur von Amtsinhaber Jochen Kirchner. Er hatte vor genau einem Jahr angekündigt, dass er nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stehen wird.

von Michael Rinde

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