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Immer wieder geht‘s ums Geld

Immer wieder geht‘s ums Geld

Teilweise führten die Stadtverordneten in ihrer Sitzung emotionale Debatten. In der Kritik standen unter anderem die VR Bank und der ehemalige Bürgermeister.

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Ans Nahwärmenetz Schwabendorf soll auch das örtliche Feuerwehrhaus angeschlossen werden.Archivfoto

Rauschenberg. Als die Stadtverordneten eine außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von 22000 Euro als Eigenkapitalanlage für die Breitband Marburg-Biedenkopf genehmigen sollten, platzte Grünen-Chef Stefan Seibert der Kragen. Ihn ärgerte, dass die Stadtverordnetenversammlung im vergangenen Jahr den Beschluss zum Beitritt zur GmbH gefasst habe und das Geld im Haushalt 2013 bereitgestellt werden sollte – dies aber nicht geschehen sei. Er glaube nicht an so viele Zufälle, sagte er, erinnerte an verschiedene außerplanmäßige Ausgaben und stellte dies in Zusammenhang mit den strengen finanziellen Auflagen für die Sanierung der Kratz‘schen Scheune – gegen die sich seine Fraktion ausgesprochen hatte.

Manfred Hampach, Fraktionsvorsitzender der FBL, schloss sich der Kritik an Manfred Barth an. Dem ehemaligen Bürgermeister sprang letztendlich Heinrich Müller, der Fraktionsvorsitzende der CDU, zur Seite: „Er hat seine Verdienste. Der Blick zurück lohnt nicht mehr, denn wir haben jetzt einen neuen Bürgermeister. Es hätte auch den Stadtverordneten auffallen können, dass einige Punkte im Haushaltsplanentwurf fehlen.“ Noch dazu sei Barth nicht anwesend und könne sich nicht wehren, daher riet er den Mitstreitern, sich zu beruhigen.

Hampach räumte ein, er habe sich einfach Luft machen müssen und stimmte ebenso wie die anderen Stadtverordneten für die außerplanmäßige Ausgabe für die Einlage für die Breitband Marburg-Biedenkopf GmbH.

Thamke spricht von einer „Unverschämtheit“

Sie segneten auch eine Investition in Höhe von 8500 Euro für den Einbau einer Heizungsanlage im Feuerwehrhaus Schwabendorf ab. Durch die neue Anlage kann das Gebäude an das Nahwärmenetz angeschlossen werden und die Stadt die Heizkosten in Höhe von 3000 Euro drücken.

Auf ein „Nein“ kann sich derweil die VR Bank Hessenland einstellen, die 45000 Euro für die 861 Quadratmeter große Freifläche Schönstädter Straße 14 samt Gebäude verlangt. Als „Unverschämtheit“ bezeichnete SPD-Vorsitzender Thorsten Thamke die Forderung für das Gelände in Bracht, an das sich das Feuerwehrgebäude anschließt. Problem ist, dass nur ein Durchfahrtsrecht für die Feuerwehr besteht, nicht jedoch für private Fahrzeuge, die zum Feuerwehrhaus gelangen möchten. Privatpersonen dürfen nicht einmal über das Gelände gehen.

„Wir Brächter sind erbost“, kommentierte Thamke die Forderung der Bank, mit der sich der Haupt- und Finanzausschuss in seiner nächsten Sitzung beschäftigen soll.

Derweil schreiten die Planungen für einen Seniorenparcours, der aus dem Nachlass von Marianne Köhler finanziert werden soll, voran. Die Rauschenberger planen, von ihren Plänen für einen Bau des Angebotes am Waldspielplatz abzuweichen und den Seniorenspielplatz an der Kratz‘schen Scheune einzurichten. Bürgermeister Michael Emmerich erklärte, das Haus Rauschenberg wolle ein Sportgerät für den Platz finanzieren. Rund 20000 Euro investiert die Stadt: Das Geld stammt aus dem Nachlass von Marianne Köhler, die alle Ostkreis-Gemeinden bedachte.

Des Weiteren teilte der Bürgermeister mit, dass die Stadt aufgrund von drei langfristigen Ausfällen für die Zeit bis zum 31. Oktober einen zusätzlichen Mitarbeiter für den Bauhof einstellt, „um die Rückstände nicht zu groß werden zu lassen“.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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