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Immer mehr Bürger klagen über Parksünder

Ordnungspolizisten Immer mehr Bürger klagen über Parksünder

Es geht um Präsenz, mehr Disziplin beim Parken und Sicherheitsgefühl. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Stadtallendorf ihr Team an Ordnungspolizeibeamten verstärkt.

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Mustafa Türkdönmez besteigt seinen Dienstwagen. Seine Kollegen und er sind im ganzen Stadtgebiet im Einsatz.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Er lebt seit seiner Kindheit in Stadtallendorf, kennt die Menschen und er kann sich bei Bedarf auch auf türkisch mit ihnen unterhalten. Seit wenigen Wochen ist Mustafa Türkdönmez Ordnungspolizeibeamter in Stadtallendorf. Vorher war er das bereits in Marburg. Mit der Genehmigung des Haushalts 2016 samt Stellenplan war klar, dass das Ordnungsamt in Stadtallendorf eine zusätzliche Stelle erhält. Aufgrund seiner schon in Marburg gesammelten Erfahrungen sei die Wahl auf Türkdönmez gefallen, erläuterte Bürgermeister Christian Somogyi bei der Vorstellung von Türkdönmez.

Zumal sich der 32-Jährige schon seit 2008 ehrenamtlich in Stadtallendorf engagiert, als freiwilliger Polizeihelfer. Das will er auch beibehalten, wie er gegenüber der OP ankündigt, in seiner Freizeit wird er die Uniform wechseln und Präsenz zeigen. Warum ist es überhaupt zu der zusätzlichen Stelle im Ordnungsamt gekommen? Somogyi und Fachdienstleiter Marco Sommer nennen gemeinsam eine ganze Liste von Gründen: Ein besonders gewichtiger ist die höhere Präsenz in der Öffentlichkeit, die auch die Ordnungspolizeibeamten zeigen sollen. Somogyi nennt das Stichwort Sicherheitsgefühl. Zum anderen geht es um eine stärkere Überwachung des ruhenden Verkehrs, besonders in der Stadtmitte. Da sieht die Verwaltung Handlungsbedarf, auch vor dem Hintergrund einer gestiegenen Zahl von Bürgerbeschwerden in den vergangenen 18 Monaten.

Stadt will mehr Disziplin bei Parkzeiten

„Dabei geht es meist um echte Probleme, auf die wir auch schnell reagieren müssen, etwa um blockierte Rettungswege oder Zufahrten oder Parken in zweiter Reihe“, sagt Marco Sommer. Durch die Einstellung von Mustafa Türkdönmez ist es jetzt möglich, durchgängig mit zwei Ordnungspolizeibeamten im Außendienst unterwegs zu sein. Somogyi betonte, dass es der Stadt mehr denn je darauf ankomme, Parkplätze für Kunden bereitzustellen, nicht für Dauerparker.

„Und da wollen wir für die nötige Disziplin sorgen“, sagt Somogyi. Auf den öffentlichen Stellplätzen gilt von je her eine Begrenzung auf zwei Stunden Parkzeit.

Wobei das Aufgabengebiet von Türkdönmez und seinen Kollegen sehr viel umfassender ist als die Überwachung der Parkplätze im Stadtgebiet. Es reicht von der Geschwindigkeitsüberwachung über die Gaststätten-Verordnung, Gefahrgut, illegale Müllentsorgung bis hin zu gezielten Kontrollen von Lebensmittelhändlern, ob sie hochprozentigen Alkohol an Minderjährige verkaufen. Was ein Ordnungspolizeibeamter dabei darf, richtet sich nach seiner Qualifikation, die in seiner Bestellung durch den Landkreis festgehalten ist. Mustafa Türkdönmez hat sich vorgenommen, alle nur möglichen Befähigungen zu erlernen und sich auch dann entsprechend fortzubilden. „Ich möchte gerne so viel wie möglich können. Ich mag meinen Beruf, gerade weil er so abwechslungsreich ist“, sagt Türkdönmez.

Dass der 32-Jährige mehrere Sprachen beherrscht, hat sich bei seinen ersten Einsätzen in Stadtallendorf im Übrigen schon sehr bewährt. „Dadurch hat sich bereits vieles sehr leicht klären lassen, was sonst schwieriger geworden wäre“, sagt Marco Sommer.

von Michael Rinde

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