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Im besten Fall klappt der Ausbau bis 2023

Bundesstraße 454 Im besten Fall klappt der Ausbau bis 2023

Was wird aus dem dritten Ausbauabschnitt der Bundesstraße 454, der im Zusammenhang mit dem A-49-Weiterbau gesehen wird? Das Verkehrsministerium ist zumindest bei der Finanzierung optimistisch.

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Bis die Bundesstraße 454 an dieser Stelle ausgebaut wird, vergehen noch einige Jahre.

Quelle: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. Im April 2014 reichte das Regierungspräsidium Gießen die Unterlagen im hessischen Verkehrsministerium ein. Dort wird über den Planfeststellungsbeschluss, das Baurecht, für den dritten Ausbauabschnitt für die B 454 entschieden.

Diese Entscheidung soll im Laufe dieses Jahres fallen, einen konkreteren Termin will Wolfgang Harms, ein Sprecher des Verkehrsministeriums nicht nennen, da es bei Planfeststellungsbeschlüssen immer Aufklärungs- und Nachbesserungsbedarf geben könne. Die Dauer des Verfahrens bewege sich im üblichen Rahmen. Nach einem Beschluss besteht die Möglichkeit von Klagen, etwa von Anliegern.

In einem Punkt ist das Ministerium zuversichtlich: In Anbetracht der stetig steigenden Investitionsmittel für Bundesstraßen bestünden „gute Aussichten“ für eine Finanzierung. Der dritte Bauabschnitt der Bundesstraße 454 reicht vom aktuellen Ausbauende über die Kreuzung Hauptstraße/Bundesstraße/Bahnhofstraße hinweg. Dabei soll die B 454 wie beim Abschnitt zwei tiefergelegt werden. Ein Kreisverkehrs-Bauwerk mit zwei Ebenen „lenkt“ den innerörtlichen und überörtlichen Verkehr. Zuletzt wurden die Kosten mit knapp 18 Millionen Euro beziffert, etwa die Hälfte tragen jeweils Bund und Land.

Doch wann könnte der Ausbau fertiggestellt sein? Nach Schätzungen des Verkehrsministeriums wird dies ab dem Zeitpunkt des Baurechtes noch einmal fünf bis sechs Jahre dauern. In diesem Zeitfenster wären die Bearbeitung des Bauentwurfes, Ausschreibung und Vergabe und die eigentlichen Bauarbeiten enthalten. Jener dritte Abschnitt ist der bei weitem komplexeste und aufwändigste.

Erster Stadtrat reagiert „erschüttert“

Bei positivem Verlauf aller Schritte könnten also im Laufe des Jahres 2023 die ersten Autos über die dann vollends ausgebaute Bundesstraße 454 rollen. Es ist höchstwahrscheinlich, dass der A-49-Abschnitt bis Schwalmstadt dann schon in Betrieb sein dürfte.

Die Stadt und ihre Vertreter hatten für einen solchen Fall stets vor einem Verkehrsinfarkt in Stadtallendorf gewarnt. Angesichts der jüngsten Erläuterungen und Prognosen aus dem Verkehrsministerium reagierte Stadtallendorfs Erster Stadtrat Otmar Bonacker (CDU) am Donnerstag gegenüber der OP auch „erschüttert“.

Bonacker ist selbst Anlieger, verfolgt die Situation an der Kreuzung täglich. „Von dieser langen Zeitspanne bin ich negativ überrascht“, sagt Bonacker. Ein schnellerer Ausbau als jetzt prognostiziert müsse sein. Und das meint Bonacker nicht nur angesichts der näherrückenden Autobahn, sondern auch mit Blick auf die schon jetzt bestehende Verkehrssituation in der Industrie- und Wohnstadt.

Bei Ende des zweiten Bauabschnittes seien alle Beteiligten noch sehr optimistisch gewesen was den schnellen, weiteren Ausbau der Bundesstraße und den Kreuzungsumbau angeht. „Anlieger hier haben schon immer nach einer Verbesserung der Situation an der Bundesstraße gerufen“, erinnert Stadtallendorfs Erster Stadtrat im OP-Gespräch.

von Michael Rinde

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Das hessische Verkehrsministerium werde selbstverständlich „Maßnahmen treffen“, um die Folgen eines Autobahnendes bei Schwalmstadt zu mindern, betonte am Donnerstag ein Ministeriumssprecher.

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