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„Im Stadion muss noch Einiges passieren“

TSV Eintracht Stadtallendorf wünscht Verbesserungen bei den Sportstätten · „Im Stadion muss noch Einiges passieren“

Sinkende Mitgliederzahlen und längst nicht alle Abteilungen zufrieden stellende Sportstätten sorgen den TSV Eintracht Stadtallendorf.

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1. Vorsitzender Bernd Weitzel (links) und 2. Vorsitzender Tobias Gies (rechts) ehrten zahlreiche Mitglieder des TSV Eintracht Stadtallendorf für langjährige Mitgliedschaft. Foto: Alfons Wieber

Stadtallendorf. Vorsitzender Bernd Weitzel hatte bei der Jahreshauptversammlung nur Lob zu verteilen, würdigte die offene und ehrliche Zusammenarbeit innerhalb des Vorstandes sowie mit den acht Unterabteilungen des Großvereins. Zugleich würdigte er die Verdienste der Übungsleiterinnen und Übungsleiter, die die sportlichen Erfolge des Vereins erst ermöglicht hätten.

Wie immer war es Aufgabe des 2. Vorsitzenden Tobias Gies, beim Blick auf die Sportstätten kritische Töne anzuschlagen. Der Verein hofft, dass auch das derzeit im Umbau befindliche Hallenbad weiterhin wettkampftauglich bleiben wird. Kritik übte er am Zustand der veralteten Leichtathletikanlagen im Stadion. Hier strebt der Verein in Zusammenarbeit mit den städtischen Gremien eine Verbesserung an. „Wir wünschen uns, dass sich im Stadion besonders auch bei der 400-Meter-Rundbahn, die nun einmal zu einem Sportstadion gehört, endlich etwas bewegt“, forderte auch Claudia Genz, Sprecherin der Leichtathleten. Dank richtete Tobias Gies an die Adresse der Bundeswehr, die dem Verein immer wieder ihre Sportanlagen zur Verfügung stelle.

Über einen erneuten leichten Mitgliederrückgang gegenüber dem Vorjahr auf derzeit 1968 Mitglieder berichtete Schriftführerin Karin Huhn-Knäbe. Besonders seien hierbei Kinder und Jugendlichen betroffen.

Herbert Köller, seit 36 Jahren Abteilungsleiter der Turner, machte dafür in erster Linie die Konkurrenz der Ganztagsschule verantwortlich. „Das Ganztagsangebot der Schulen geht zu Lasten der Vereine. Hier sollten wir versuchen mit den Schulen zu kooperieren“, forderte er. Aber auch Anzahl und Zustand der Sportstätten sowie der Rückgang der Übungsleiter seien für die Entwicklung verantwortlich.

Ein ganz besonderes Ärgernis sind für Köller die nach dem Umbau der Mehrzweckhalle nur noch eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten. „Wir fordern eine neue Großsporthalle“, so Köller und nannte in diesem Zusammenhang die hohe Kreisumlage von 20 Millionen Euro, die die Stadt jährlich an den Landkreis abführt. Positives berichtete er zu den Erfolgen der Rhönradturnerinnen. „Sie gehören mittlerweile zur hessischen Spitze“, freute sich Köller. In diesem Zusammenhang warb er um eine hohe Zuschauerunterstützung beim Gau-Kleinkinderturnfest am 14. Juni in der Herrenwaldhalle.

Gute Erfahrungen zu der seit geraumer Zeit mit Schröck aufgenommenen Spielergemeinschaft hat die Badmintonabteilung gemacht. „Die 1. Mannschaft ist mittlerweile in die Verbandsliga Hessen aufgestiegen“ freute sich Abteilungsleiter Michael Happel. Mit rund 160 Mitgliedern ist hier der Mitgliederbestand relativ stabil. Über vier hessische Meistertitel aber auch über einen großen Mitgliederschwund berichtete Michael Schudy von der Schwimmabteilung.

Reiner Bremer, Abteilungsleiter Fußball, klagte über die hohen finanziellen Belastungen der Abteilung: „Dadurch wird es zunehmend schwieriger in der Hessenliga spielen zu können“, so Bremer. Insgesamt zufrieden zeigte er sich über die sportlichen Erfolge. Zwar sei die 1. Mannschaft sei zwar von Platz 4 auf Rang 11 abgefallen, habe aber zu keiner Zeit Abstiegssorgen gehabt. „Im Stadion muss noch Einiges passieren“, sagte Bremer. Zwar seien die Wünsche der Fußballer größtenteils erfüllt, aber die Sorgen der Leichtathleten könne er gut verstehen. „Hier fehlt so einiges, vor allem eine vernünftige Laufbahn“, so Bremer. Derzeit werde die gesamte Sportanlage im Auftrag der städtischen Gremien von einem Architektenbüro überplant.

Finanziell stehe der Verein bei leicht zurückgegangenen Mitgliedsbeiträgen und geringeren Einnahmen bei den Zuschüssen auf immer noch relativ gesunden Füßen, stellte Britta Novosad in ihrem Kassenbericht fest.

von Alfons Wieber

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