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Im Krieg gab es die erste Motorspritze

80 Jahre Im Krieg gab es die erste Motorspritze

Die freiwillige Feuerwehr von Niederklein blickt in diesen Tagen auf ihr 80-jähriges Bestehen zurück. Am Samstag richtet sie ab 19 Uhr im Bürgerhaus einen Festkommers aus.

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Die Freiwillige Feuerwehr Niederklein besteht seit 80 Jahren. Wehrführer ist derzeit Andreas Goldbach (rechts).

Quelle: Alfons Wieber

Niederklein. Es ist schon Tradition, dass Feuerwehren die sogenannten „runden Geburtstage“ in einem festlichen Rahmen begehen. So halten es auch die Niederkleiner, die am Samstag ab 19 Uhr im Bürgerhaus einen Festkommers ausrichten, zu dem auch Landrätin Kirsten Fründt ihr Kommen zugesagt hat.

Im Jahr 1934 hatten verantwortungsbewusste Niederkleiner Bürger die Notwendigkeit erkannt, mit einer freiwilligen Feuerwehr für mehr Sicherheit in ihrer Heimat zu sorgen. Zusammen mit Josef Helfenritter, der damals die Initiative ergriffen hatte, erklärten sich weitere 42 Männer bereit, den Brandschutz im Dorf zu übernehmen. Zum ersten Ortsbrandmeister wurde Engelbert Gruß bestellt.

Im gleichen Jahr standen der Bau eines neuen Gerätehauses mit dem damals üblichen Schlauch-Trockenturm und die Beschaffung der wichtigsten Ausrüstungsteile an. Zudem wurde die Wehr vollständig uniformiert und die Ausbildung vorangetrieben.

Nähe zum Sprengstoffwerk bringt Motorspritze

Von 1939 bis 1940 übernahm Theo Falker als Ortsbrandmeister die Verantwortung. Anschließend ging die Führung für kurze Zeit an Ernst Brand über.

Die meisten der Feuerwehrleute wurden im Zweiten Weltkrieg zum Wehrdienst eingezogen. In den letzten Kriegsjahren wurde der Gemeinde dann aufgrund der Nähe zu dem angrenzenden Allendorfer Sprengstoffwerk die erste Motorspritze zur Verfügung gestellt.

Bald nach dem Krieg erklärten sich wieder jüngere Jahrgänge bereit, den Brandschutz zu übernehmen. Im Jahr des 25-jährigen Bestehens übernahm allerdings in Theo Falker ein alter Hase wieder die Führungsaufgabe. Als Festgeschenk erhielten die Niederkleiner damals eine neue Motorspritze mit VW-Motor.

In den Folgejahren wurde die Wasserversorgung im Oberdorf mit dem Bau einer neuen Zisterne verbessert, im Unterdorf wurde der früher benutzte Quellbrunnen für Löschzwecke umgebaut. Die Installation einer Sirene auf dem Gerätehaus stellte eine schnelle Alarmierung sicher.

Einsatzgruppe hat derzeit 45 Mitglieder

Am 15. Mai 1968 gründete Willi Brand die Jugendfeuerwehr und war lange als Jugendwart tätig. Heute stellen 14 Jungfeuerwehrleute den Nachwuchs für die Einsatzabteilung sicher. Nach den Worten von Andreas Goldbach, der seit 1998 die Verantwortung als Ortsbrandmeister trägt, zeigt sich die Bevölkerung immer aufgeschlossen für die Belange der Wehr. Der Feuerwehrverein hat 385 Mitglieder, darunter befinden sich 52 Frauen. Die Last der Einsätze tragen 45 aktive Mitglieder. 18 ehemalige Feuerwehrleute bilden die Ehren- und Altersabteilung.

von Alfons Wieber

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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