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Im Kampf gegen Hundekot

Initative Im Kampf gegen Hundekot

Hinterlassenschaften von Hunden sind in jeder Stadt ein Ärgernis: Mit sogenannten Dog-Stationen wollen die Stadtwerke Stadtallendorf gegen "Tretminen" angehen.

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Der Abfallbeauftragte der Stadt Stadtallendorf Uwe Wiegand zeigt die Hundekot-Beutel, die einfach entnommen und gleich entsorgt werden können.Foto: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Die ersten vier Dog-Stationen sind in der Haartstraße, am Steinkreuz im Treysaer Weg, gegenüber des Hallenbades und im Iglauer Weg montiert. Zwei weitere Stationen, eine in der Haartstraße/Behringstraße und eine weitere in der Nähe des Kindergartens Hofwiesenweg sollen in der zweiten Jahreshälfte folgen.

„Seit geraumer Zeit beschäftigen sich die Stadtwerke und das Ordnungsamt mit dem Problem“, sagt Armin Immel von den Stadtwerken und berichtet von Beschwerden über Hinterlassenschaften von Hunden. Mit Hilfe von Stadtallendorfer Bürgern sei eine Aufstellung von möglichen Standorten, die häufig von Hundehaltern zum Ausführen ihrer Tiere genutzt würden, entstanden.

Die Liste beinhaltet 20 bis 25 Standorte in Stadtallendorf und den Stadtteilen, die innerhalb der nächsten Jahre mit Dog-Stationen ausgestattet werden sollen - und zwar möglichst immer in Verbindung mit einem Papierkorb. „So kann die Nachbefüllung der Behälter gleichzeitig mit der Leerung des Papierkorbs erfolgen“, verdeutlicht der erste Abfallbeauftragte der Stadt Stadtallendorf, Uwe Wiegand. Zudem könne der Hundehalter den Kotbeutel gleich ordnungsgemäß entsorgen.

Derzeit stecke man noch in der Versuchsphase und müsse schauen, wie gut die Stationen angenommen werden. „Hundekot unterliegt nach der Definition in der Abfallsatzung dem Abfallbegriff“, sagt Immel und folgert: Wenn Hundehalter ihrer Verpflichtung nicht nachkämen und die Hinterlassenschaften ihres Hundes einfach liegen ließen, stelle dies eine Ordnungswidrigkeit dar.

Insbesondere auf Kinderspielplätzen stelle der Kot möglicherweise für Kinder einen Übertragungsherd von Krankheitskeimen dar. „Wir hoffen, dass die Stationen gut angenommen werden und appellieren an die Vernunft der Hundebesitzer, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere zu beseitigen“, unterstreicht Immel.

Die Kosten für die ersten sechs Dog-Stationen beziffert er auf 1300 bis 1400 Euro. Die Betreuung und Unterhaltung der Dog-Stationen übernehmen die Stadtwerke Stadtallendorf unter Einbeziehung des Fachbereichs 3 (öffentliche Sicherheit und Ordnung).

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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