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Im Januar kehrt das Wasser zurück

Sanierung Im Januar kehrt das Wasser zurück

Hat der Schlussspurt bei der Hallenbadsanierung in Stadtallendorf nun tatsächlich begonnen? Erstmals nannte Bürgermeister Christian Somogyi gegenüber der OP einen Eröffnungstermin.

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Das Innere des „Alldomare“ nimmt Gestalt an.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Zuletzt hatte es wieder einmal schlechte Nachrichten gegeben. Wegen der verspäteten Lieferung von Schaltschränken für die Heizungs- und Klimatechnik im Hallenbad kam es zu erneuten Verzögerungen im Bauzeitenplan (die OP berichtete). Zwar sind die Schaltschränke eingetroffen. „Doch die aufwendige Verkabelung der Anlagen mit der Steuerung dauert bis zu fünf Wochen“, erläuterte Julia Seifert, Projektleiterin in der Stadtverwaltung, bei einem Baustellenrundgang.

Zwischenzeitlich gab es eine neuerliche Abstimmung des Zeitplanes mit Planern, den noch beteiligten Baufirmen und der Stadtverwaltung. Erstmals nannte Bürgermeister Somogyi einen angestrebten Eröffnungstermin: Es ist der 24. Februar. Dazu muss nun aber auch alles reibungslos funktionieren, Zeitpuffer sind in den jetzigen Planungen nicht mehr vorgesehen. „Für uns ist dieser Zeitplan auch kein Dogma, Qualität und Sicherheit bei der Bauausführung haben Vorrang“, betont Somogyi.

Auch die Dampfsauna ist fertig

Indessen ist im Inneren des Bades in den zurückliegenden Wochen viel geschehen. Die Fliesenleger haben ihre Arbeit im Inneren abgeschlossen. Die Stadt hatte die Aufträge aufgrund des Umfanges von vornherein an zwei Unternehmen vergeben. „Jetzt hat eines zusätzliche Arbeiten übernommen, so haben wir am Ende Zeit zurückgewonnen“, sagt Julia Seifert.

Die Umkleidekabinen stehen, die Küche für die Gastronomie ist eingebaut. Wer die Baustelle besucht, merkt vor allem, wie hell das sanierte Bad jetzt wirkt. „Walldo“, so heißt der Wal, der das Maskottchen für Kinder bildet, ziert die Wände, aufgebracht von einer Künstlerin.

Auch die Dampfsauna ist fertiggestellt. Sie zählt ebenso wie der Whirlpool zu den zusätzlichen Attraktionen, die das „Alldomare“ in Zukunft für die Badegäste bereithalten wird.

Zwischenzeitlich hat das „Alldomare“ einen sehr wichtigen Dichtigkeitstest für Fassade wie auch Dachkonstruktion bestanden. „Es gab nur wenige Kleinigkeiten, die beteiligten Firmen haben sehr gut gearbeitet“, sagt Projektleiterin Seifert. Vom Ausgang dieser Prüfung hatte in Sachen Baufortschritt einiges abgehangen.

Bis jedoch Wasser in die Becken fließt dauert es noch bis Mitte oder Ende Januar. Dann beginnt auch der Probebetrieb, bei dem dann nichts mehr schiefgehen darf, soll der genannte Eröffnungstermin am Ende eingehalten werden. „Entscheidend sind die Genehmigungen der Gesundheitsbehörden und die Bauabnahme“, unterstreicht Somogyi im Gespräch mit dieser Zeitung. Bevor das Wasser fließen darf, muss sämtlicher Staub verschwinden. Alle Fliesen müssen vorher gereinigt und auch desinfiziert werden, um der Verkeimungsgefahr zu begegnen. Wie das Beispiel anderer sanierter Bäder zeigt, etwa das Europabad Wetzlar seinerzeit, ist das Verkeimungsrisiko groß. In Wetzlar hatte der Keim Pseudomonas Aerigonosa 2012 für erhebliche Probleme gesorgt. In Stadtallendorf hatten die Stadtwerke bereits bei der Planung einiges getan, um der Keimgefahr zu begegnen.

Künftiges Bistrowird verpachtet

Für die Gastronomie wird es einen Pächter geben. „Wir führen bereits seit längerem Verhandlungen mit einem Interessenten“, sagt Betriebsleiter Giselher Pontow.

Das Stadtparlament hatte in seiner jüngsten Sitzung bereits die neue Tarifstruktur für das Bad beschlossen. Künftig gibt es Tarife für zwei oder vier Stunden, Tages- oder Geldwertkarten. Im Eingang befindet sich ein Informationsschalter und ein Eintrittskartenautomat. Der Schalter werde zwar nicht ständig besetzt sein, „doch wenn jemand Hilfe braucht, etwa beim Automaten, wird auf ein Klingeln sofort jemand kommen“, sagt Pontow. Das gilt auch, wenn beispielsweise Rollstuhlfahrer Unterstützung brauchen.

von Michael Rinde

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