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"Ihr wart heute Abend alle ein Licht"

Musical "Ihr wart heute Abend alle ein Licht"

Mit stehenden Ovationen würdigte das Publikum die ausgezeichnete Darbietung des Adonia-Musicals: Chor, Band und Darsteller verstanden es vortrefflich, Leben und Wirken von Johannes dem Täufer zu vermitteln.

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Das Musical „Johannes der Täufer“ des Vereins „Adonia“ begeisterte die Zuschauer. Kleines Foto: Johannes verbrachte seine
letzten Tage im Kerker. Fotos: Florian Gaertner

Quelle: Florian Gaertner

Stadtallendorf. Am Ende des 90-minütigen Musicals waren nicht nur über 500 Besucher in der Stadthalle so begeistert, dass sie sich von ihren Plätzen erhoben und stehend applaudierten. Es gab auch besonderes Lob von der Leiterin des Adonia-Musikcamps Corinna Kock. „Das war der absolute Hammer, ihr wart heute Abend alle ein Licht“, sagte sie den 80 Mitwirkenden. In lediglich drei Tagen hatte das Ensemble, nach der Vorbereitung mit einer CD und den dazugehörenden Noten, in einem Musicalcamp die 90-minütige Bühnenshow einstudiert.

Die Kinder und Jugendlichen im Alter von 13 bis 19 Jahren, die für diese Inszenierung aus ganz Hessen zusammengekommen waren, hatten sich am Sonntag in Gießen getroffen, drei Tage lang das Musical einstudiert und anschließend die viertägige Tournee gestartet. Nach Wissenbach und Frankenberg machten sie am Freitagabend erstmals auch in Stadtallendorf Station. In Kassel ging die Konzerttour schließlich zu Ende. In den vergangenen drei Jahren hatte Adonia bereits große Erfolge in der Evangeliumshalle in Wehrda, mit zuletzt 900 Besuchern, gefeiert. Über das Geheimnis des Erfolges muss man nicht lange nachdenken: Zwischen den Darstellern auf der Bühne und den Besuchern überträgt sich die spürbare Begeisterung, mit der die Mitwirkenden ihre Botschaft verbreiten.

Der Adoniachor, Solisten, Band und Darsteller verpackten das Wirken von Johannes dem Täufer in moderne Rhythmen und eine einfühlsame Choreographie.

Für humorvolle und gegenwartsbezogene Momente sorgten auf der Bühne die „Plapperpalme“ und die „Stechpalme“. Sie verkünden, dass der „Wegbereiter des Herrn“ heute der „Topstar bei Facebook mit 90 Millionen Klicks“ wäre; und dank modernen Navigationsgeräts machen sie sich auf den Weg zum Fluss.

Am Jordan, wo Johannes die Gläubigen tauft, wollen auch sie Wurzeln schlagen. Das sorgt für Momente der Heiterkeit in der schicksalshaften Entwicklung des Lebens von Johannes dem Täufer, der Schlagzeilen wie „Johannes der Täufer verhaftet“ im „Abendblatt für Judäa und Galiläa“ macht, die schon vor der Veranstaltung von „Zeitungsausträgern“ unter das Stadtallendorfer Besuchervolk gebracht wurden.

Mit einer offenen Rüge am Führungs- und Lebensstil des Herrschers Herodes zog sich Johannes einen solchen Hass zu, dass Herodes‘ Frau „seinen Kopf auf einem Tablett“ forderte. Finsternis und Verzweiflung erlebte Johannes im Kerker der Festung Machaerus, in den er geworfen worden war, nachdem er Jesus im Jordan getauft hatte.

Doch am Ende sah Johannes als Wegbereiter Jesu Christi seinen Auftrag erfüllt: Die Nähe des Herrn und damit das „Licht der Welt“ zu verkünden.

Auf Einladung der evangelischen Jugend des Kirchenkreises Kirchhain und der evangelischen Kirchengemeinde Stadtallendorf genoss das Ensemble während des Gastspiels herzliche Gastfreundschaft. Kirchenkreis und Kirchengemeinde hatten für eine reibungslose Organisation vor Ort und für Übernachtungsmöglichkeiten gesorgt. „Der Anspruch von Adonia ist sehr hoch und nur durch viel Detailarbeit zu erreichen“, berichtet Samuel Müller von der evangelischen Jugend im Kirchenkreis Kirchhain. „Drei Tage harte Arbeit liegen hinter den Jugendlichen“, erzählt er weiter. Samuel Müller spricht aus eigener Erfahrung, denn er hat selbst einmal in einem Camp in der Band gespielt.

Adonia ist ein gemeinnütziger Verein und veranstaltet jährlich 42 solcher Musikcamps in ganz Deutschland mit über 2500 Mitwirkenden.

von Karin Waldhüter

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