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Ihr Lachen verzaubert weiter

Hessentagspaar 2010 Ihr Lachen verzaubert weiter

Mona-Lorena Monzien und Fabian Gies waren die „Gesichter“ des Stadtallendorfer Hessentags vor fünf Jahren. Ihre besonders intensive Beziehung zu Stadtallendorf haben sie sich bewahrt.

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Fabian Gies und Mona-Lorena Monzien umrahmen das Stadtallendorfer Stadtwappen. Beide
erinnern sich mit großer Begeisterung an die Zeit vor fünf Jahren. Fotos: Lerchbacher/Hirsch

Stadtallendorf. Als die Schilder „Hessentag 2010 - es war wunderbar“ von den Straßenrändern verschwanden, war Mona-Lorena Monzien endgültig klar, das eine besondere Zeit zu Ende gegangen war. Jene Schilder verschwanden etwa ein Jahr nach dem „Fest der Hessen“.

Fabian Gies ist in Stadtallendorf geblieben, er hat Betriebswirtschaftslehre studiert, in dualer Ausbildung, sprich mit einem Praxisteil bei der Eisengießerei Fritz Winter studiert. Dort arbeitet er als Einkäufer. Seit 2011 sitzt er im Übrigen als Stadtverordneter für die CDU im Stadtallendorfer Parlament. Seine Wurzeln hat er wie auch Mona-Lorena, sein „Hessentags“-Mädel, im alten Dorf.

Mona-Lorena Monzien studiert in Tübingen Zahnmedizin. Es sei ein komisches Gefühl gewesen, Stadtallendorf zu verlassen, so oft wie am Anfang ihrer Studentenzeit kommt sie nicht mehr nach Hause. „Doch mein Heimatgefühl, das ist geblieben“, sagt sie und lacht - so wie damals, als das Hessentags-Paar mit seinem ungezwungenen Auftreten und seiner Fröhlichkeit Prominenz, Gäste wie Einheimische faszinierte. Fünf Jahre ist das alles nun her. Damals trugen beide die Marburger katholische Tracht bei ungezählten Auftritten vor und während des Hessentags so, als hätten sie nie auf eine andere Kleidung Wert gelegt. Die zehn Tage waren für sie wie für alle im Dienste des 50. Hessentages unglaublich anstrengend, aber auch unvergesslich schön. Beim gemeinsamen Gespräch mit der OP erinnern sie sich an ganz persönliche Höhepunkte, etwa, als sie sehr spontan auf Biertischen in der Stadtmitte mittanzten - beim Fliegerlied, Prominenten die Hand schüttelten, das Pink-Konzert erlebten.

Und heute? Sie werden in Stadtallendorf immer noch wiedererkannt und angesprochen. „Sie sind doch der vom Hessentag. Was war das schön“, solche Sätze hat der 28-jährige Fabian in den vergangenen Jahren immer wieder gehört.

Beide haben noch Kontakte zu anderen Hessentagspaaren, so, wie schon damals, als ihnen die Aufgabe zufiel, Stadtallendorf zu repräsentieren.

Natürlich drängt sich die Frage an die beiden auf, was nach fünf Jahren von diesen zehn Tagen geblieben ist. Beide denken zuerst an die Investitionen, die Stadtallendorf so nachhaltig verändert haben. Und dabei haben sie, wie so viele Stadtallendorfer auch, zuerst den Bahnhof vor Augen. Schön und immer wieder eine Bestätigung für sie ist, wenn sie auswärts auf den Hessentag angesprochen werden. „Und es gibt immer noch Lob für diese Stadt“, sagen sie beide unisono.

Viel beschworen wurde seinerzeit das „Wir-Gefühl“ nach diesem Hessentag. Das ist etwas, was Fabian Gies immer noch spürt. Er erinnert an die Hilfsbereitschaft zahlreicher Stadtallendorfer nach dem Brand des Wohnhauses In der Spaltanlage Mitte März. Doch beide denken, die Stadt könne vielleicht noch etwas mehr dafür tun, dass der Hessentag 2010 in den Köpfen bleibt, beispielsweise durch eigene Veranstaltungen in Anlehnung an diese tollen Tage - zusätzlich zum Weindorf, das im Herbst im Heinz-Lang-Park stattfindet.

Beide waren damals das jüngste Hessentagspaar überhaupt. Niemand der damals Verantwortlichen hat das im Nachhinein je bedauert. Manfred Vollmer hatte sich als Bürgermeister sehr für sie stark gemacht und ihnen viel Spielraum gelassen. „Sie waren ein Glücksfall für die Stadt und die Idealbesetzung.“ Die beiden selbst werben dafür, dass Stadtallendorfs Bürger weiter selbstbewusst auf ihr Fest zurückblieben: „Sie sollten darauf einfach weiter stolz sein“, formuliert es Mona-Lorena Monzien.

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von Michael Rinde

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