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Ideen gegen den Leerstand

Dorfkern Kleinseelheim Ideen gegen den Leerstand

Der Kleinseelheimer Ortsbeirat fasst erste Pläne, mit denen der Dorfkern lebendig gehalten werden soll. Außerdem könnte Kirchhain eine Partnerschaft mit einer Kommune aus dem Kosovo eingehen.

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Bürgermeister Olaf Hausmann (links) und Ortsvorsteher Reiner Waldhardt ehrten Hans-Heinrich Boßhammer. Foto: Schick

Kleinseelheim. Wie sieht die Zukunft in Kleinseelheims Dorfkern aus? Laut Ortsvorsteher Professor Dr. Rainer Waldhardt droht in den kommenden Jahren eine Zunahme leerstehender Gebäude. Außerdem seien schon jetzt fünf große Scheunen ungenutzt. Damit die Dorfmitte langfristig nicht in der Leblosigkeit versinkt, berät der Ortsbeirat schon seit geraumer Zeit über Projekte, die das Leben dort für Alt und Jung wieder attraktiver machen.

Ideen wie der Bau eines Dorfladens oder eines Altenwohnheims wurden bereits diskutiert. Davon könnten auch andere Stadtteile Kirchhains profitieren. „Wir sollten jedenfalls dringend etwas tun“, betont Waldhardt.

Die größte Hürde ist die Frage der Finanzierung. Auch darüber hat sich der Ortsbeirat Gedanken gemacht und den Magistrat um den neuen Bürgermeister Olaf Hausmann (SPD) gebeten, Kontakt zum Landkreis sowie der Leader-Region Burgwald-Ederbergland zu suchen. Der Landkreis bietet seit diesem Sommer das Förderprogramm „Gutes Leben im Alter“ an, mit dem Projekte zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Senioren unterstützt werden sollen.

Die Leader-Region hingegen machte bereits Ende des vergangenen Jahres mit einer Info-Veranstaltung in Kleinseelheim auf sich aufmerksam (die OP berichtete). Das EU-Förderprogramm „Leader“ subventioniert vor allem Projekte, die mit den Handlungsfeldern Klimaschutz und Natur, Leben und Arbeit sowie Tourismus und Regionalkultur verbunden sind. „Für die Stadt ist es wichtig, die Ortskerne wieder zu beleben“, sagt Olaf Hausmann, „deshalb werde ich das Anliegen in den Magistrat einbringen“. Sollten die ersten Gespräche erfolgreich verlaufen, könnten die Kleinseelheimer mit der Konzeptentwicklung beginnen.

Über die Beziehungen von Ortsvorsteher Rainer Waldhardt könnte Kirchhain im kommenden Jahr eine zweijährige Kooperation mit der Kommune Smira im Kosovo eingehen. Diese Partnerschaft wäre Teil eines Projekts des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit, durch das in den Balkanländern nachhaltige Ziele wie Klimaschutz und Energieversorgung, aber auch Armutsbekämpfung und Demokratieförderung gefördert werden sollen. Ortsbeiratsmitglied Hans-Heinrich Boßhammer wurde am Rande der Sitzung mit der silbernen Ehrennadel der Stadt Kirchhain für 20 Jahre kommunalpolitisches Engagement ausgezeichnet.

von Yanik Schick

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